Georg Büchner: "Woyzeck": Debatten über die Zurechnungsfähigkeit des historischen Woyzeck und Georg Büchners Lösung im literarischen "Woyzeck"

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GRIN Verlag, 2009 - 56 pages
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Studienarbeit aus dem Jahr 2008 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 2,7, Universitat Bayreuth, Veranstaltung: Georg Buchner: Woyzeck, 8 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Die Jahre um 1800 waren in der Jurisprudenz gepragt von zahlreichen Umbruchen und Debatten. Konservative und moderne Ansichten trafen aufeinander und bewirkten einen regen Diskurs uber zum Beispiel die Debatte der Zurechnungsfahigkeit von Tatern. Eines der popularsten und am heftigsten umstrittensten Urteile fallten die Richter im Jahr 1827 mit der Hinrichtung des wegen Mordes an seiner Geliebten angeklagten Johann Christian Woyzeck, der nach jahrelangen Untersuchungen fur zurechnungsfahig erklart wurde. Doch mit der Hinrichtung ebbten die Diskussionen um den benannten Fall nicht ab - im Gegenteil. Es entwickelte sich eine spektakulare Diskussionsreihe verschiedener Psychologie- und Medizingrossen, wie Marc, Heinroth oder Grohmann in Form von Schriften und Gegenschriften. Einige Jahre spater nahm sich der Schriftsteller Georg Buchner des historischen Stoffes an und verfasste zum ersten Mal in der literarischen Tradition ein Werk mit dem Hintergrund der Debatte uber die Zurechnungsfahigkeit. In der folgenden Arbeit soll zunachst analysiert werden, aus welcher Tradition heraus, die Diskussionen uber die Debatte entstanden und folglich wie die benannten Arzte zu dem Fall Woyzeck argumentierten. Des Weiteren soll vergleichend gezeigt werden, in welchen Thesen sich die Arzte grundlegend unterscheiden und in welchen sich ihre Argumente und Schlusse annahern. Nachdem dann der historische Fall durchleuchtet wurde, wird das Augenmerk auf den literarischen Woyzeck gelenkt. Ich mochte herausfinden, ob Buchner eine Stellungnahme in Bezug auf die Zurechnungsfahigkeit Woyzecks in seinem Fragment vornahm und, wenn ja, wo sein Urteil einzuordnen ware
 

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Einleitung
4
Die Gutachten im Vergleich
16
Literaturverzeichnis
24
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