Gerhard Heller - In einem besetzten Land

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GRIN Verlag, 2009 - 32 pages
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Studienarbeit aus dem Jahr 2002 im Fachbereich Romanistik - Franzosisch - Landeskunde / Kultur, Note: 13/20, Universite Sorbonne Nouvelle Paris III (Licence etudes franco-allemandes), Veranstaltung: Civilisation franco-allemande, Sprache: Deutsch, Abstract: "Ich sagte begeistert zu: das war eine unverhoffte Chance " beschreibt Gerhard Heller seine Freude, als ihm 1940 die Stelle des Sonderfuhrers der Propaganda-Staffel, Abteilung Schrifttum, im besetzten Paris angeboten wird. Uber diese Arbeit gibt er knapp vierzig Jahre spater ein Buch heraus, in dem er seine Erinnerungen an diese Zeit beschreibt: In einem besetzten Land. NS-Kulturpolitik in Frankreich. Erinnerungen 1940-1944. Mit der Niederschreibung seiner Erinnerungen an die Arbeit im zweiten Weltkrieg ist Heller nicht der erste. Ebenso Karl Epting sowie Otto Abetz wollten nach dem Krieg uber ihre Rolle im besetzten Frankreich berichten. Es ist anzunehmen, dass sie, bewusst oder unbewusst, ihre Mitarbeit fur das Naziregime verharmlosen und ihr Engagement fur Bedrohte hervorheben wollen. Heller betont zwar, dass er nicht wie etwa Abetz gleich nach Kriegsende das Bedurfnis nach Rechtfertigung verspurte. Doch trotz der Betonung dieses Gegensatzes verbleibt den beiden Deutschen doch die Gemeinsamkeit, als Frankreich-Freunde fur ein Regime gearbeitet zu haben, dass seine Unterdruckung anstrebte. Heller uber diese tagliche Konfrontation: "Jeder von uns musste mit diesem Zwiespalt, mit diesem Widerspruch irgendwie fertig werden (95)." Diese Arbeit soll sich der Frage widmen, welches Ziel Heller mit seinem Buch abstrebt, inwieweit er sich als Regime-Gegner beziehungsweise Befurworter darstellt und wie man schlussfolgernd das Buch bewerten kann."

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