Gerhard Schulzes Erlebnismilieus - Eine kritische Analyse von Theorie, Methodik und Anwendung

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GRIN Verlag, Mar 2, 2004 - Language Arts & Disciplines - 33 pages
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Studienarbeit aus dem Jahr 2003 im Fachbereich Medien / Kommunikation - Forschung und Studien, Note: 1,7, Universität Hohenheim (Sozialwissenschaften), Veranstaltung: Seminar: Ausgewählte Themen der Kommunikationswissenschaft - Psychographische Zielgruppenmodelle, Sprache: Deutsch, Abstract: Hungersnot und Existenzangst, wie sie bis Mitte des letzten Jahrhundert auch in Deutschland noch vorkamen, erscheinen uns heute nicht mehr real. Solche Zustände werden allenfalls noch mit weit entfernten Ländern in der „Dritten Welt“ verbunden. Auch wenn die Zeiten des deutschen Wirtschaftswunders vorbei sind und die Folgen der deutschen Vereinigung und die allgemeine Wirtschaftslage momentan zu Sparmaßnahmen in vielen Bereichen zwingen mögen, kann man für Deutschland auch heute noch von einer Wohlstandsgesellschaft, wenn nicht sogar von einer Überflussgesellschaft sprechen. Seit den 60er Jahren war – aufgrund dieser veränderten Lebensverhältnisse – in den Sozialwissenschaften immer häufiger von Begriffen wie „Wertewandel“ oder „Individualisierung“ zu lesen. Dem Wandel der wirtschaftlichen Verhältnisse folgte laut dieser neuen Erkenntnisse ein Wandel der individuellen Handlungsweisen. Für viele, v.a. jüngere Menschen, ging es nun nicht mehr um bloße Existenzsicherung. Das Wirtschaftswunder und der damit neu gewonnene Wohlstand hatten für eine Verschiebung der Bedürfnisse der jüngeren Generation weg von materialistischen Werten hin zu immaterialistischen Werten wie Gleichberechtigung, Umweltschutz, Völkerverständigung u.ä. geführt. Gleichzeitig bedeutete der Zuwachs an Freizeit, Geld und Bildung für viele auch einen Zuwachs an Wahlmöglichkeiten in Bezug auf ihre Lebensplanung. Der soziale Hintergrund schien immer weniger als Erklärungsvariable für das spätere Leben eines Menschen herhalten zu können. Die noch bis in die 70er Jahre hinein dominierenden Klassen- und Schichttheorien, die „traditionelle“ Sozialstrukturanalyse der Soziologie, wurden deshalb zunehmend in Frage gestellt. Gerhard Schulzes zu Beginn der 90er Jahre erschienene Arbeit „Die Erlebnisgesellschaft „radikalisiert die Abkehr von der Vorstellung vertikaler, im wesentlichen am sozialen Status festzumachender Ungleichheit und begreift Alter, Bildung und Lebensstil als zentrale Strukturierungselemente, aus deren Kombination sich fünf soziale Milieus ergeben. Diese Arbeit soll überprüfen, inwieweit Schulzes Modell heute noch als Basis moderner psychographischer Zielgruppenmodelle dienen kann. Hierzu soll zunächst ein kurzer Überblick über Schulzes theoretische Annahmen und Entwürfe vermittelt werden, um diese im Anschluss anhand aktueller Umsetzungen bzw. Rekonstruktionen in Markt- und Sozialforschung beurteilen zu können.
 

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3.3 Empirische Rekonstruktion 5.1 Methodische 80er Jahre Abbildung alltagsästhetischen Schemata Alter und Bildung älteren Milieus Anhang Ansätze zur empirischen antibarbarisch aufgrund Axel Springer Verlag Bauer Verlagsgruppe Befragten beiden jüngeren Milieus bezeichnet Beziehungswahl bezüglich Budrich Cluster Clusteranalyse deshalb deutlich Distanz Distinktion drei Schemata eher Ergebnisse Erlebnismilieus Erlebnisparadigma Freizeitverhalten fünf sozialen Milieus Genuss Gerhard Schulze Gesellschaft Grundgesamtheit Harmonie Harmoniemilieu Hartmann Hauptkomponentenanalyse Hochkultur Hochkulturschema homogene Hörzu Hradil Innenorientiert Integrationsmilieu klassischen Testtheorie Kohorten kommerziellen Kontemplation Korrelationen der Schemata kostenlosen Supplement Kriterien Kritik an Schulzes Lebensbedingungen und subjektiver Lebensphilosophie Lebensstile Lebensstilforschung Leske Marktforschung 1999 Menschen methodischen Vorgehensweise Miami Beach Milieugrenzen Milieumodell Narzissmus Niveaumilieu Olaf Wenzel Performanz Programmzeitschriften Prozent Repräsentativität Schulzes Milieus Schulzes Modell Schulzes Studie Selbstverwirklichungs Signifikante Soziale Welt Sozialstrukturforschung soziodemographischen Variablen Soziologie Spannungsschema hingegen stark Stefan Hrsg Streben nach Streben Tabelle teilweise theoretisch Trivial Trivialschema Unterhaltungsmilieu unterschiedlich Variablen Alter VerbraucherAnalyse Vermittlung objektiver Wandel zur Erlebnisgesellschaft Werbung Wirtschaftswunder wöchentlich Zeichen Zeitungsgruppe Bild zweiwöchentlich erscheinenden

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