German poetry for beginners: a graduated collection of easy poems for repetition from modern German poets

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Emma Sophia Buchheim
Clarendon Press, 1889 - German language - 150 pages
 

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Page 25 - Röslein, Röslein, Röslein rot, Röslein auf der Heiden. Knabe sprach: Ich breche dich, Röslein auf der Heiden! Röslein sprach: Ich steche dich, Daß du ewig denkst an mich, Und ich will's nicht leiden. Röslein, Röslein, Röslein rot, Röslein auf der Heiden. Und der wilde Knabe brach 's Röslein auf der Heiden) Röslein wehrte sich und stach, Half ihm doch kein Weh und Ach, Mußt
Page 10 - Ich weiß nicht, was soll es bedeuten, Daß ich so traurig bin; Ein Märchen aus alten Zeiten, Das kommt mir nicht aus dem Sinn. Die Luft ist kühl und es dunkelt, Und ruhig fließt der Rhein; Der Gipfel des Berges funkelt Im Abendsonnenschein. Die schönste Jungfrau sitzet Dort oben wunderbar, Ihr goldnes Geschmeide blitzet, Sie kämmt ihr goldenes Haar. Sie kämmt es mit goldenem Kamme, Und singt ein Lied dabei; Das hat eine wundersame, Gewaltige Melodei. Den Schiffer im kleinen Schiffe Ergreift...
Page 24 - Eberhard, der mit dem Barte, Württembergs geliebter Herr, Sprach: Mein Land hat kleine Städte, Trägt nicht Berge silberschwer; Doch ein Kleinod hält's verborgen: Daß in Wäldern, noch so groß, Ich mein Haupt kann kühnlich legen Jedem Untertan in Schoß. Und es rief der Herr von Sachsen, Der von Bayern, der vom Rhein: Graf im Bart: Ihr seid der Reichste, Euer Land trägt Edelstein!
Page 68 - Knechtenschar ihm Beifall brüllt. Der König rief mit stolzem Blick; Der Diener eilt und kehrt zurück. Er trug viel gülden Gerät auf dem Haupt; Das war aus dem Tempel Jehovahs geraubt. Und der König ergriff mit frevler Hand Einen heiligen Becher, gefüllt bis am Rand. Und er leert ihn hastig bis auf den Grund Und rufet laut mit schäumendem Mund: „Jehovah! dir künd' ich auf ewig Hohn Ich bin der König von Babylon!
Page 68 - So klang es dem störrigen Könige recht. Des Königs Wangen leuchten Glut; Im Wein erwuchs ihm kecker Mut. Und blindlings reißt der Mut ihn fort; Und er lästert die Gottheit mit sündigem Wort. Und er brüstet sich frech, und lästert wild; Die Knechtenschar ihm Beifall brüllt.
Page 58 - Kennst du das Bild auf zartem Grunde? Es gibt sich selber Licht und Glanz ; Ein andres ist's zu jeder Stunde, Und immer ist es frisch und ganz. Im engsten Raum ist's ausgeführet,' Der klelnste Rahmen faßt es ein ; Doch alle Größe die dich rühret, Kennst du durch dieses Bild allein.
Page 55 - Hör an, mein Sohn, so lieb und traut, Was soll ich nun sagen deiner Braut?« »Sagt ihr, ich sei im Wald zur Stund, Zu proben da mein Pferd und Hund.
Page 69 - Doch kaum das grause Wort verklang, Dem König ward's heimlich im Busen bang. Das gellende Lachen verstummte zumal; Es wurde leichenstill im Saal. Und sieh! und sieh! an weißer Wand Da kam's hervor wie Menschenhand; Und schrieb, und schrieb an weißer Wand Buchstaben von Feuer, und schrieb und schwand.
Page 51 - Wald, Kam er zu einer Schmiede bald. Da sah er Eisen und Stahl genug, Ein lustig Feuer Flammen schlug. »O Meister, liebster Meister mein! Laß du mich deinen Gesellen sein! Und lehr du mich mit Fleiß und Acht, Wie man die guten Schwerter macht!
Page 6 - Ein großer Teich war zugefroren, Die Fröschlein, in der Tiefe verloren, Durften nicht ferner quaken noch springen, Versprachen sich aber im halben Traum, Fänden sie nur da oben Raum, Wie Nachtigallen wollten sie singen. Der Tauwind kam, das Eis zerschmolz, Nun ruderten sie und landeten stolz Und saßen am Ufer weit und breit Und quakten wie vor alter Zeit. 11 Im Dorfe war ein groß Gelag, Man sagt', es sei ein Hochzeittag.

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