Vermischte Gedichte

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J. J. Weber, 1846 - Drama
 

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Page 232 - König?" der alte Bauer spricht, Und sitzet ab und wischet den Schweiß sich vom Gesicht. „Da sitzt er auf dem Rosse, geh' muthig nur hinan! „„Gott grüß' Euch, edler König, Ihr seid wohl schlecht daran?"" Der König hebt das Auge: „Wer bist du, und von wo?
Page 232 - Glaubt ihr, ich solle hungern?" fragt bitterlächelnd er, derweilen alles schreiet: Was macht Ihr, gnäd'ger Herr? Doch, gleich als ahnt ihm düster schon jetzt, sein gleich Geschick, hebt von dem Roß er lange nicht den bewegten Blick...
Page 234 - Ritterschlag noch an, knie hin, daß ich dich ehre, so wie du mich geehrt!" und spricht's, und aus der Scheide reißt er sein Königsschwert. Jedoch der Bau'r versetzet: „Herr König, haltet an, was tat ich armer Bauer wohl mit dem Edelmann? Hab schon genug zu sorgen von Morgen bis zur Nacht und habe nichts erworben, als was ich Euch gebracht. Drum bitt...
Page 27 - Mund, und er ergreift's so schwer! Der arme Mensch, wie trüb ist doch sein Los! Er ahnet nichts und mühet sich so sehr, Da kommt die Flut, da wird die Welle groß. Und er versinket wiederum ins Meer!
Page 230 - Gib deinen Feinden nach!" vergebens Rosen: „Fliehe, o Held, dein Ungemach! Was sitzest du und sinnest, wie ein vergrämter Aar im Horst von Folgesonde und trotzest der Gefahr? Mach...
Page 232 - Gott grüß' Euch, edler König, Ihr seid wohl schlecht daran?"" Der König hebt das Auge: „Wer bist du, und von wo?" „,,O Herr, ich bin ein Bauer vom Dorfe Conerow Bei Wolgast, Eurer Stadt im fernen Pommerland, Und heiße Müsebaek und bin an Euch gesandt!
Page 190 - Gott grüß euch«, sprach der Degen, »ich hab' ein warmes Schloß, Komm mit, du schöne Dirne, und setz' dich auf mein Roß. Hilf Gott, daß ich dich kenne, du Traute, komm doch her! Kennst du den frohen Knappen vom Thurgau denn nicht mehr? Hab' manchen Kranz gewunden dir um dein blondes Haupt, Hab' manchen Kuß in Ehren dir, süße Magd, geraubt.
Page 189 - Das wolle Gott verhüten,"" zu ihr der Sänger sagt, „„Sollt' ich um dich verlassen hier diese treue Magd!"" „O weh, du stolzer Sänger, so gieb die Harfe mir, Willst du mein Herz nicht haben , so nimm mein Gold dafür !" „„Das wolle Gott verhüten, daß ich um schnödes Gold Das schöne Spiel dir ließe, um das die Welt mir hold.
Page 188 - Grafentochter in atter grauer Zeit, Die wußte süße Weisen, die minnigliche Maid. Und welche Sänger kamen, die Maid sie überwand, Das macht die Harfe schöne in ihrer weißen Hand! Die klingt so wunderhehre, daß jedes Herz sie bricht, D'rum also stolziglichen die edle Dirne spricht : „Ihr Ritter und ihr Grafen laßt euer Minnen sein, Könnt ihr mich nicht bezwingen auf dieser Harfe mein...
Page 234 - Der König senkt den Degen und sieht ihn düster an: „Ich nehme keinen Groschen, den ich nicht lohnen kann." — Der Alte steht und sinnet: „„So laßt unsBau'rn die Pacht, Die wir von unfern Höfen bis dahin aufgebracht!"" — Der König winkt, der Kanzler entwirft das Instrument, Der König nimmt es hastig : sein Adlerauge brennt, Drei Haare reißt der Edle aus seinem Bart und legt Sie auf das Wachs, das rothe, und rufet tiefbewegt : „Verflucht, wer dieses Siegel, wer dies Versprechen löst...

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