Geschäftsführung ohne Auftrag - Das Journalismusverständnis von Walter Dirks

Front Cover
GRIN Verlag, 2007 - 104 pages
0 Reviews
Diplomarbeit aus dem Jahr 2002 im Fachbereich Medien / Kommunikation - Journalismus, Publizistik, Note: 1,85, Hochschule fur Musik und Theater Hannover (Institut fur Journalistik und Kommunikationsforschung), Sprache: Deutsch, Abstract: Walter Dirks (1901-1991) war einer der letzten grossen Meinungsjournalisten der Nachkriegszeit in der Bundesrepublik Deutschland. Die Arbeit erhebt in kritisch-hermeneutischer Methode sein Selbstverstandnis als Journalist. Quellen sind neben seinen Publikationen u.a. unveroffentlichte Briefwechsel und Notizen aus seinem Nachlass."
 

What people are saying - Write a review

We haven't found any reviews in the usual places.

Contents

1
15
2
27
1
38
2
53
1
69
Abkürzungen
79
Thema undZiel der Arbeit
80
3
87
zur Aktualität vonDirks Journalismusverständnis
94
Copyright

Other editions - View all

Common terms and phrases

Popular passages

Page 75 - Aber wer nun anders denkt, hat der nicht auch das Recht, seine Meinung auszudrücken? Die Verfassung gibt ihm das Recht, die ökonomische Wirklichkeit...
Page 12 - Wolfgang Schroeder. Gewerkschaftspolitik zwischen DGB, Katholizismus und CDU 1945 bis 1960. Katholische Arbeiterführer als Zeitzeugen in Interviews, Köln 1990; ders., Katholizismus und Einheitsgewerkschaft.
Page 13 - Der starke Drang zur politischen Aktion in Form der Publizistik ist so zu einem Teil die Kompensation der Vereinzelung, zugleich aber auch immer das öffentliche Zeugnis gegen die immer noch als übermächtig empfundene Macht von Kirche und Katholizismus, und das einzige zur Verfügung stehende Instrument, dieser Macht wirksamen Widerstand leisten zu können.«, Stankowski, Martin: Linkskatholizismus nach 1945.
Page 36 - Mensch für ein Schimpfwort halten -, beim anderen muß man und darf man mit den überredenden Mitteln der Rhetorik nachhelfen. Darf man das wirklich? Ich führe ein Argument und ein Beispiel dafür an, daß man das darf. Das Argument: Geht es um politische Entscheidungen, so kann ich nicht darauf warten, ob Evolution, Prozeß der Bildung und der Reifung den Dummen klug, den eigensinnigen Egoisten sozial machen. Heute wird er sich entscheiden, etwa an der Wahlurne. Will ich seine Stimme, seinen Einfluß...
Page 55 - Habermas, Jürgen: Heinrich Heine und die Rolle der Intellektuellen in Deutschland, in : Habermas, Jürgen: Die Moderne - ein unvollendetes Projekt.
Page 40 - Dohnany rebus sie stantibus mit Recht als unlösbar hingestellt hat. Wer die Freiheit ohne die dem Stand der Produktionsgesellschaft und des Bewußtseins gemäße Bindung will — und das ist offenbar unser erklärter Wille, der muß die Bildzeitung in Kauf nehmen und Schlimmeres, wenn es jemandem einfallen sollte, Schlimmeres anzubieten.
Page 28 - WK] , der meine Aufsätze der Jahre 1930 bis 1933 enthält, so wird der Zusammenhang der beiden Perioden erkennbar. Soll ich, soll man darin Festigkeit und Treue erkennen? Oder aber Sturheit? Daß ich treu oder stur, realistisch oder illusionär bis zur Gegenwart dabei geblieben bin, wird den Bänden zu entnehmen sein, welche meine Arbeit in späteren Jahren dokumentieren.
Page 17 - Köpfe und Rücken der Arbeiter. Ich werde den Satz, den meine Mutter an diesem Fenster sagte, nie vergessen: 'Da meinen die Leute, das sei Privateigentum, dabei lebt doch die ganze Stadt von diesen beiden großen Werken. ' Und die Leute, die sie meinte, die nannte sie 'die da oben'.
Page 78 - ... anders als gepflegte Langeweile oder lärmende Hektik.) So ist es gewiß noch immer notwendig, den Kampf gegen die Langeweile praktisch und geistig zu führen, wie das Johannes R. Becher schon in den endvierziger Jahren forderte: „Man darf den Kampf gegen die Langeweile nicht der Vergnügungsindustrie überlassen. Die Vertreibung der Langeweile: auch das gehört mit zu einer guten Revolution.

Bibliographic information