Geschichte Baierns: Bd. Von 1347 bis 1508. 1889

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Page 308 - ... Stadtrechner in das Kammerbuch , da er die Geburt dieses Prinzen erwähnte. Blieb also Albrechts unebenbürtige Ehe bestehen, so war Grund genug zu der Besorgnis , dass die liebevollen Vettern in Ingolstadt und Landshut dereinst Albrechts Erbfolge wegen seiner Missheirat mit Erfolg anfechten und die Linie Baiern-München mit Ernst enden würde. Bisher wenigstens hatte man, so lange ein römisches Reich bestand, darin noch nie von einem regierenden Fürsten gehört, der eine Frau aus nicht ritterbürtigem...
Page 284 - Gewalt genommen, vervemt und verführt aus der rechten Zahl in die unrechte Zahl, aus der echten Zahl in die unechte Zahl , aus der oberen Zahl in die niedere Zahl...
Page 460 - Infolge der Blödigkeit seines Leibes nicht gern Mühe und Arbeit tragend und mehr geneigt, sich ein geruhiges Wesen ohne alle Bekümmernis zu machen, wolle er sein Regiment in eine Hand stellen, unter der für Land und Leute besser und fleißiger gesorgt sei.
Page 384 - ... Wirkung ausgeübt, wenn der Druck damals schon erfunden gewesen wäre; aber unter den Gebildeten wurde er verbreitet und ist denkwürdig als das erste halböffentliche Dokument, das die Beschwerden der Deutschen gegen den Papst aufzählte. »Tausend Schliche werden ersonnen«, hieß es in dem Brief, »wie der Römische Stuhl uns Barbaren das Geld auf eine feine Art aus dem Beutel ziehen kann.
Page 921 - Inhalt ist oft nichts als die Gliederpuppe, welche dazu dient, den eleganten Anzug zur Schau zu stellen.
Page 315 - ... doch noch nicht eine ganze Richtigung. Albrecht suchte Trost in kirchlichen Stiftungen für das Seelenheil der Gemordeten , der Vater bemühte sich durch gleiche Handlungen Vertrauen und Neigung des Sohnes wieder zu gewinnen. Agnes war, wie sie gewünscht hatte, im Kloster der Karmeliter zu Straubing, wo sie schon früher einen Altar gestiftet hatte, in der Nikolauskapelle bestattet worden.*) In dieser Kirche stiftete nun Albrecht (12. Dez.) für ihr Seelenheil eine ewige Messe und Almosen. Sein...
Page 308 - Weise, sondern musste auch bei seinen Unterthanen schwere Befürchtungen für die Zukunft erwecken. Eben war Ernsts Bruder Wilhelm gestorben. Der zweite Sohn aus Wilhelms verspäteter Ehe lebte, wie es scheint, nur wenige Wochen oder Monate; Wilhelms älterer Sprössling, Namens Adolf, war ein schwächliches, kränkelndes Kind, das ebenfalls keine lange Lebensdauer verhiess und dann in der That auch nur ein Alter von sieben Jahren (gest.
Page 313 - ... wie er sagt — böswillige Leute und Klaffer über ihn verbreiteten , wonach er sich sogar mit dem Ingolstädter Herzoge verbündet habe. Er zeigte sich damals von diesen Versuchen Zwietracht zwischen ihm und dem Vater zu säen, so ergriffen, dass er Verkürzung seines Lebens davon befürchtete. 3 ) Jetzt aber kamen vergebens von der Stadt München und von Ernst, wie es scheint, auch von der Landschaft, Botschafter, ihn zu beschwichtigen und zur Heimkehr zu bestimmen; sie wurden nicht vorgelassen.
Page 306 - Montfort und Werdenberg, 591 u. Vanotti's (übrigens chronologisch verwirrte) Darstellung, 393 f'gd.; Andreas Ratispon., Chr. Bav. 113. bedungene Strafsumme an die Münchener Herzoge auszahlen. Ob den verlassenen Bräutigam diese Wendung sehr bekümmerte, wissen wir nicht. Später aber, sei es schon im Fasching 1428, da er in Augsburg an einem Turnier teilnahm,1) sei es bei anderem Anlass, entbrannte er in heftiger Liebe zu einem Augsburger Mädchen von wunderbarer Schönheit, aber niedrigstem Stande....
Page 306 - ... That ausgelöscht wurde. Am 15. Januar 1428 war zu Heidelberg durch den dem würtembergischen Hofe nahestehenden Pfalzgrafen Ludwig eine Verlobung Albrechts mit Elisabeth, Tochter des verstorbenen Grafen Eberhard des Milden von Würtemberg und einer genusssüchtigen und verschwenderischen Mutter, beredet worden. Gleich im Mai oder Juni sollte nach der Eheberedung die Hochzeit stattfinden; jenem Teile, der das Verlöbnis bräche, ward die Zahlung von 10000 fl. Strafe auferlegt. Es war, wie sich...

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