Geschichte Schlesiens: Von den ältesten Zeiten bis zum Jahre 1355, Volume 1

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Max, 1853 - Landesgeschichte - 369 pages
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Page 227 - Sch ulti sei gehörte erstens das Amt eines Schulzen oder Richters als Vorsitzers im Dorfgerichte der Schöffen, zur Entscheidung der Fälle der nieder», ausnahmsweise sogar, obwohl selten, der oberen Gerichtsbarkeit. Er erhielt den dritten Theil der beigetriebenen Geldstrafen, was man den dritten Pfennig nannte. Zweitens gehörte zur Schultisei eine bestimmte Anzahl oder auch ein gewisser Theil aller zum Dorfe geschlagenen Hufen, früher gewöhnlich die sechste, dann die siebente, achte, später...
Page 142 - Iagd- und der Zeidelei; ferner der Gewässer, der Fischerei und des Rechts Mühlen und Wehre anzulegen, der Straßen, Brücken und Fähren, der Zölle, des Salzverkaufs und der Anlegung und Gestattung von Märkten und Krügen und öffentlicher Verkaufs- und Gewerbeeinrichtungen jeder Art. Zweitens bestanden die Hoheitsrechte der Fürsten in einer großen Anzahl von Rechten über alle Unterthanen, welche mit dem Ausdrucke fürstliches, auch herzogliches und oberstes Recht bezeichnet werden.
Page 12 - Volks stamme gehörten, der sich östlich bis nach Asien hin ausbreitete, und erst seit der Völkerwanderung unter dem Namen der Slaven, Slowenen oder auch Wenden nach und nach bekannt wurde. Der Grieche Ptolemäus, im zweiten Iahrhunderte nach Christus, nennt als Bewohner unserer Gegend die Silinger und Korkontier als lygische Stämme.
Page 225 - Besteuerungsrechts, eines Theils der Gerichtsgefälle und des Heerdienstes. Allgemein wurden die sogenannten deutschen Dörfer von der ordentlichen Gerichtsbarkeit der Kastellane und der übrigen fürstlichen Beamteten befreit. Die niedere Gerichtsbarkeit erhielt der Schulz, die obere Gerichtsbarkeit, das heißt, die höheren Kriminalfälle, die Appellation vom Dorfgerichte und die Entscheidung der Streitigkeiten von verschiedenen 14* Grundherrschaften, behielt sich der Herzog vor, der sie später...
Page 151 - Beden, Gaben, Ehrungen, Leistungen und Abgaben von Ochsen, Kühen, Schweinen, Schafen, Lämmern und Gänsen, dann Leistung von Fuhren, Vorspann, Geleit, Herberge und Unterhaltung des Fürsten und seiner Diener, die Verpflichtung zum Kriegsdienst, zur Erbauung, Ausbesserung und Besetzung der Burgen und zur Befestigung der Städte, endlich zu Acker-und Pflugarbeiten.
Page 35 - Bisthume, doch nur soweit, als er in demselben Besitzungen und Nutzungen hatte, ohne fürstliche oder landesherrliche Gewalt, die immer noch den Herzogen besonders von Niederschlesien blieb.
Page 227 - Colonisten erhielten durch förmlichen Vertrag als persönlich freie Leute die einzelnen Hufen der Flur ursprünglich als freies, erbliches, theilbares Eigenthum, über welches sie durch Verkauf, Verschenkung, Verpfändung usw frei verfügen konnten.
Page 110 - Bluts-Gerichtsbarkcit, das Münzrecht und das fürstliche Recht insgesammt, verzichtete, dasselbe vollständig mit aller Herrschaft dem Bischöfe überließ, und auch alle noch vorenthaltenen Güter und Besitzungen zurückgab. Dieses Privilegium bestätigte (26.
Page 228 - Jahrhundert einzelne Grundstücke zuweilen gegen erblichen Zins ausgethan, bei welchen sich der Grundherr bei Verkäufen das Vorkaufsrecht vorbehielt; allein erst seit dem Anfang des 14. Jahrhunderts finden wir ganze Dörfer, deren Hufen als Erbzinsgüter ausgethan wurden, wobei der Grundherr sich das Obereigenthum vorbehielt, was früher nicht der Fall war.
Page 210 - Gesinde bauete die Aecker, welche der Herr sich als Vorwerk zurückbehalten, und die er, wie man es nannte, unter dem Pfluge hatte. Einzelne Pflugdienste werden dazu auch die hörigen Ackerbauern gethan haben. Auf besonderen herrschaftlichen Grundstücken und zum Theile in...

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