Geschichte der Philosophie, Volume 10

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Page 194 - Wille. 13. Also erscheinet der Spiegel des ewigen Auges im Willen, und erbieret ihm selber einen andern ewigen Grund in sich selber: Derselbe ist sein Centrum oder Herz, daraus das Sehen von Ewigkeit immer urständet, und dadurch der Wille rege und führend wird, nämlich dessen was das Centrum erbieret.
Page 450 - Weise, wie er die Ursache seiner selbst ist. Die einzelnen Dinge entspringen daher aus Gott (unmittelbar) nur auf eine ewige und unendliche, nicht auf eine vorübergehende endliche und vergängliche Weise; denn so entspringen sie, bloss eins aus dem andern, indem sie gegenseitig sich erzeugen und zerstören, und in ihrem ewigen Dasein darum nicht weniger unwandelbar verharren.
Page 195 - Und das In-sich-gehen zum Centro des Grundes ist Geist, denn es ist der Finder, der da von Ewigkeit immer findet, da nichts ist. Dieser gehet wiederum aus dem Centro des Grundes aus und suchet in dem Willen.
Page 194 - Also ist uns dies zu erkennen und zu verstehen von der verborgenen ewigen Weisheit Gottes; die gleichet sich als einem ewigen Auge ohne Wesen. Sie ist der Ungrund und siehet doch alles. Es ist alles in ihr von Ewigkeit verborgen gestanden, davon sie ihr Sehen hat. Sie ist aber nicht essentialisch, gleichwie der Glast im Spiegel nicht essentialisch ist, der doch alles fasset, was vor ihm erscheinet.
Page 246 - ... bezeichnet hat, erklärt er: „Die einen Attribute und Modi sind in den Dingen selbst, die anderen aber sind nur in unserem Denken. Wenn wir also die Zeit von der Dauer überhaupt unterscheiden und sagen, sie sei die Zahl der Bewegung, so ist dies nur ein Modus des Denkens."6 Und er begründet dies so: „Um aber die Dauer aller Dinge zu messen, vergleichen wir sie mit der Dauer jener größten und gleichmäßigsten Bewegungen, aus denen die Jahre und Tage entstehen; und diese Dauer nennen wir...
Page 450 - Diese aber sind mit Gott gleich ewig und unendlich, und er ist ihre Ursache auf dieselbe Weise, wie er die Ursache seiner selbst ist. Die einzelnen Dinge entspringen daher aus Gott (unmittelbar) nur auf eine ewige und unendliche, nicht auf eine vorübergehende endliche und vergängliche Weise ; denn so entspringen sie...
Page 194 - So denn der erste Wille ein Ungrund ist, zu achten als ein ewig Nichts, so erkennen wir ihn gleich einem Spiegel, darin einer sein eigen Bildnis siehet gleich einem Leben, und ist doch kein Leben, sondern eine Figur des Lebens und des Bildes am Leben.
Page 194 - Urgrunde, in sich selber ewig urständet, in sich selber eingehet, und machet das Centrum in sich, fasset sich selber in sich; gehet aber mit dem Gefaßten aus sich, offenbaret sich im Glaste des Auges, und erscheinet also aus dem Wesen in sich und aus sich selber."510 h.
Page 339 - Seele viele abstrakte und allgemeine Wahrheiten erkennt. Wenn wir nicht Gott auf gewisse Weise schaueten, so würden wir gar nichts schauen; wenn wir nicht Gott liebten di wenn Gott nicht unaufhörlich die Liebe zum Guten im Allgem(einen) uns eindrückte, so würden wir gar nichts lieben. Denn da diese Liebe unser Wille ist, so können wir ohne sie nichts wollen oder lieben. Wir lieben also Alles nur durch die...
Page 450 - Satz: die Ordnung und Verknüpfung der Ideen ist dieselbe als die Ordnung und Verknüpfung der Dinge, aus dem Wesen Gottes als der Ursache sowohl der Ideen als 1) Eth.

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