Geschichte der Poesie und Beredsamkeit seit dem Ende des dreizehnten Jahrhunderts: Germany

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J.F. Röwer, 1812 - Literature - 528 pages
 

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Page 336 - Freuden voll. Darum ich aber singen soll, Und wie es ist ergangen. Mich hat verlanget Tag und Nacht, Bis sich der Schimpf") nun hat gemacht, Nach dem ich han Verlangen. 2. Der Herzog von Vurgund genannt, Der kam vor Murten hingerannt, Sein Schaden wollt' er rächen, Den man ihm vor Granson gethan, Sein Zelten spannt er auf den Plan, Murten wollt
Page 410 - Bartfürbas; in ein'm schönen großen Buch las mit Gold beschlagen schön. Das lag auf ein'm Pult eben vor ihm auf dem Tisch sein und an Bancken darneben viel großer Bücher fein: die alle wohl beschlagen da lagen, die der Alt Herr ansach. Wer zu dem alten Herren kam in den schönen Saal Und ihn grüsset von...
Page 120 - Einer der vorzüglichsten unter diesen ersten und unter allen deutschen Minnesingern ist Walther von der Vogelweide aus einer adeligen Familie im Thurgau . . . Aus seinen voll tönenden, kräftigen und lieblichen Gesängen spricht ein wahrhaft lyrisches Genie. Selbst religiöse Gegenstände behandelt er glücklicher als die meisten seiner Zeitgenossen. Auch war er reicher an Gedanken als sie. Ihm schwebte, wie jedem grossen Dichter, auch ohne philosophische Meditationen, das Ganze des menschlichen...
Page 336 - Fuss-Knech' und der Kürisser ; Das Feld lag voller Glen und Sper, Die an ihn wurden zerbrochen. Einer floch her der ander hin, Do er meint wol verborgen sin, Man...
Page 525 - Ich habe keine gewisse sonderliche, eigene Sprache im Deutschen, sondern gebrauche der gemeinen deutschen Sprache, daß mich beide, Ober- und Niederländer verstehen mögen.
Page ix - Was in diesem Bande zum Lobe der alten romantischen Poesie der Deutschen gesagt ist, 321. Geechichte der Poesie und Beredsamkeit, Bd. 11 (1819), S. 538. •wird unsern neuen Romantikern, die von Meister Regenbogen und Meister Rumsland mit Verehrung, aber von einem Kleist, Ramler, Salomon Geßner nur mit Achselzucken sprechen, vermutlich viel zu wenig, dafür aber vielleicht einem...
Page 335 - Winter ist gar lang gesin Des hat getruret menig Vögelin Das jetzt gar frölich singet. Uff grünem Zwy hört mans im Wald Rar sül'siglich erklingen.
Page 120 - Minnesingern ist Walther von der Vogelweide aus einer adeligen Familie im Thurgau. Aus seinen volltönenden, kräftigen und lieblichen Gesängen spricht ein wahrhaft lyrisches Genie. Selbst religiöse Gegenstände behandelt er glücklicher, als die meisten seiner Zeitgenossen. Auch war er reicher an Gedanken, als sie. Ihm schwebte, wie jedem großen Dichter, auch ohne philosophische Meditation, das Ganze des menschlichen Lebens vor. Gewöhnlich haben seine Darstellungen etwas Malerisches.
Page 97 - Der Mond und die Sonne, die gaben ihr Licht mit Wonne ; die Sterne behalten ihre Fahrt : sie gebaren Frost und Hitze so stark.
Page 344 - ... Garten lag und schlief, Dem Ritter träumet also schwer, . ,^ Ein Engel ihn vom Himmel auf rief: „Entwache, Moringer! es ist Zeit, . ^ Kummst du heint nit heim zu Land, , . . Der Jung von Nissen nimmt dein Weib." Da rauft der edel Moringer Vor Leid aus seinen grauen Bart: . . , „Mir ist so leid und also schwer, . . ' Ach Gott, daß ich je geboren ward! . , Soll ich also gescheiden sein Von Land und auch von meinen Leuten, So reuet mich die Fraue mein.

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