Geschichte der Poesie und Beredsamkeit seit dem Ende des dreizehnten Jahrhunderts: Germany

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Page 67 - Herz und widersteh' der Wut, Die dich und die Freiheit durch dich selbs überwunden. Straf nu die Tyrannei, die dich schier gar geschunden, Und lösch' doch endlich aus die dich verzehrend' Glut — Nicht mit dein' eignem Schweiß, sondern dem bösen Blut, Fließend aus deiner Feind
Page 146 - Rauscht ihr, o Linden? Wie ! Reißt die Erd auf ihren Schlund Und läßt die Wurzeln sich entbinden? Hör ich das Rasseln dürrer Bein? Hör ich ein heischer menschlich Brausen? Hör ich der Suden1 hohles Sausen? Walzt ihr euch ab ihr schweren Stein?
Page 77 - Der Brünnlein klar und Quellen rein Viel hie, viel dort erscheinen, All silberweiße Töchterlein Der hohen Berg und Steinen; In großer Meng Sie mit Gedräng Wie Pfeil von Felsen zielen ; Bald rauschen s' her Nit ohn Geplärr Und mit den Steinlein spielen.
Page 66 - Drum zu der Flucht sie sich schon mahnen! Groß ist ihr Heer, klein ist ihr Glaub; Gut ist ihr Zeug, bös ihr Gewissen; Frisch auf!
Page 148 - Du siehst, wohin du siehst, nur Eitelkeit auf Erden. Was dieser heute baut, reißt jener morgen ein; Wo jetzund Städte stehn, wird eine Wiese sein, Auf der ein Schäferskind wird spielen mit den Herden. Was jetzund prächtig blüht, soll bald zertreten werden; Was jetzt so pocht und trotzt, ist morgen Asch und Bein; Nichts ist, das ewig sei, kein Erz, kein Marmorstein.
Page 140 - Gönn' unsrer Frölichkeit ein nicht zu kurzes Licht. Diß bitten neben mir, o Sonne, so viel Sonnen. 47. An den Westwind, daß er sie zu ihm bringe. Fleuch, feuchter Zefyr, aus, fleuch, wie nach deiner Floren du itzt noch pflegst zu tun, such meinen Aufenthalt, ob er bei deinem ist, durch diesen Tannenwald. Such ! wie du deine hast, so hab ich sie verloren. 5 Such sie und sag...
Page 102 - Wüterey, so, seyt die Welt erbaut Von Gott gestanden ist, die Sonne hat geschaut. Der Alten graues Haar, der jungen Leute Weynen, Das Klagen, Ach und Weh der...
Page 150 - Betrachtung der zeit. Mein sind die jahre nicht, die mir die zeit genommen; > Mein sind die jahre nicht, die etwa möchten kommen; Der augenblick ist mein, und nehm' ich den in acht, -, So ist der mein, der jahr und ewigkeit gemacht.
Page 79 - Nie, noch wahrer Held, noch Ritter Achtet solcher Kinderspiel: Lasset Wind und Wetter blasen, Flamm der Lieb, vom Blasen wächst, Lasset Meer und Wellen rasen, 15 Wellen gehn zum Himmel nächst.
Page 141 - Glückseligkeit. Wie mir es gestern ging und wie ich ward empfangen in meiner Freundin Schoß, weiß sie nur und nur ich. Das allerliebste Kind, das herzt' und grüßte mich, sie hielte feste mich, wie ich sie hart' umfangen. Auf meinem lag ihr Mund, auf ihren meine Wangen. Oft sagte sie mir auch, was nicht läßt sagen sich, darum du, Momus, nicht hast zu bekümmern dich, Bei mir ist noch mein Sinn, bei mir noch ihr Verlangen; o...

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