Geschichte der Reformation im Erzherzogthum Oesterreich unter Kaiser Maximilian II (1564-1576): mit Benutzung archivalischer Quellen

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W. Braumüller, 1889 - Austria - 60 pages
 

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Page 47 - errichtet. Die erste Schrift, welche hier gedruckt wurde, war die , Christliche | Kirchen | Agenda. | Wie die von den zweyen Ständen | der Herrn vnd Ritterschafft, im Ertzhertzogthumb | Oesterreich vnter der Enns, gebraucht | wirdt. | I. Corinth. XIIII. | Die Geister der Propheten sindt den Propheten | vnterthan. Denn Gott ist nicht ein Gott der | Vnordnung, Sonder des Friedes, wie in allen | Gemeinen der Heiligen. Lassets alles Ehrlich | vnd Ordentlich zugehn. | Anno | MDLXXI.
Page 58 - so sollst Du im Vertrauen wissen, dass ich meines Theils nicht bin dabei gewesen, sondern wie ich von meiner Gemahlin verstehe, hat sich Ihre May. in Ihrem letzten Ende gehalten wie im Leben zuvor, dass also Niemand eigentlich wissen mögen, ob Ihre May. katholisch oder confessionisch sei, hat sich auch weder auf die eine noch die andere Meinung erklärt, sondern er ist ohne ein wenig Redens verschieden.
Page 30 - Auch er, der Schüler Melanthons, schien den flacianischen Predigern wegen des Adiaphorismus und Synergismus verdächtig, weshalb er sich zu einer Erklärung über Artikel XV und XVIII der Augustana (De ritibus ecclesiasticis u. De libero arbitrio) gemüssigt sah. ") Von Krems richtete er schon am 12. d. M. ein Schreiben an den Kaiser Maximilian, welches der
Page 52 - (zu Maria-Schnee) wurde, dies erkannte schon Raupach (I. Forts. S. 284 f.), für den evangelischen Gottesdienst benutzt. — „Auf dem gothischen Gewölbe jener Localität im Landhause bemerkt man noch heutzutage einige mit Farben übertünchte Hautreliefs, als eine Madonna mit dem Kinde an der Brust, Johannes mit dem Kreuze, einige Engel und das Babenberger Wappen. Aus den Hautreliefs
Page 47 - Enchiridion: Oder Handtbüchlein etlicher fürnemer KirchenUebungen, denen andächtigen, einfältigen Christen zu gut geordnet. Wie die bey den zweyen Ständen der Herrn vnd Ritterschaft, im Ertzhertzogthumb Oesterreich vnter der Enns, gebraucht werden. I. Corinth XIIII. Ich wil betten vnd Psalmen singen im Geist, vnd wil betten und Psalmen singen im Sinn. MDLXXI.
Page 6 - noch während des Landtags den Ständen eine gnädige Erklärung zukommen : Er werde in dem von seinem Vater begonnenen Werke fortfahren und Alles anwenden, damit — auch zur Zufriedenheit der Stände — die Religion in einen guten gottseligen einhelligen Verstand gebracht werde. Insonderheit werde er ihre Prediger und Seelsorger, wenn sie in Lehre und Leben dem Worte Gottes nachkommen, von Niemand (den Officialen
Page 19 - N.-öst. Ldsarch., Landtagshdlgn 1566 u. Landtags-Prot. p. 109. 41 ) Klein Bd 4. S. 177 f. Selbst Frauen machten Propaganda für den Protestantismus. So Juditha von Polheim bei Maximilians Schwester Katharina, Königin von Polen, die, von ihrem Gemahl getrennt, in Linz lebte
Page 35 - Am 13. August 1569 erfolgte die kaiserliche Resolution an die zwei Stände : es könne ihnen ein Consistorium und ein Superintendent, sowie evangelischer Gottesdienst in einer eigenen Kirche zu Wien nicht bewilligt werden, jedoch solle ihnen die Berufung eines gelehrten Predigers gemässigter Richtung gestattet sein, welcher die Predigtamts-Candidaten prüfen, aber nicht ordiniren dürfe. Zugleich erneuerte der Kaiser die Zusage vom 18. August 1568.
Page 11 - in Berathung gezogen sei und die Stände bald zur Ueberzeugung gelangen würden, dass die Kaiserliche Majestät selbst sehnlichst die Beilegung des Zwiespalts wünsche. Uebrigens erwarte Se. Majestät, die Stände werden bis zur Austragung der Sache in Bescheidenheit, Geduld und Gehorsam verharren. in Gegenwart des Erzherzogs Karl, des Hofmeisters Sr. Majestät Leonh. von Harrach und des kaiserlichen
Page 3 - (unter und ob derEnns). 13 ) Nach seiner Erhebung auf den kaiserlichen Thron (25. Juli 1564) haben ihn immer die politischen Verhältnisse, mächtiger als seine persönlichen Neigungen, die Rücksicht auf die römische Curie und die katholischen Reichsfürsten, namentlich auf das verwandte Bayern, hauptsächlich aber die (in den Familienverbindungen des Habsburger Hauses begründete) Rücksicht auf die spanische Dynastie

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