Geschichte der Stadt Rom im Mittelalter: vom V bis zum XVI. Jahrh, Volume 4

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Page 443 - Capitolium heißt es deshalb , weil es das Haupt (e»i,uy der ganzen Welt war, weil die Consuln und Senatoren dort wohnten, die Stadt und die Welt zu regieren. Sein Antlitz war mit hohen und festen Mauern bedeckt, die überall mit Glas und Gold und wundervoll getäfelten Werken bekleidet waren. Innerhalb der Burg war ein Palast, größtenteils aus Gold, und mit Edelsteinen geschmückt, welcher den dritten Teil der Welt wert gewesen sein soll; da waren so viel Slawe«, als Provinzen der Welt, und...
Page 446 - im Himmelsaltar" wird jedoch nicht vor dein XIV. Jahrhundert gehört, und steht mit einer berühmten Legende in Zusammenhang. „Als die Senatoren, so erzählt die Graphia, die unbeschreibliche Schönheit Octavian's, und seine glückliche Weltherrschaft sahen, so sagten sie zu ihm: wir wollen dich anbeten, weil eine Gottheit in dir ist. Bestürzt, forderte er eine Frist, rief die Sibylle von Tibur, und teilte ihr de
Page 642 - Haus gehört, war deß wol eingedenk, daß der Ruhm der Welt nichtig sei. Es zu erbauen trieb ihn weniger eitler Ehrgeiz, als der Wunsch den Glanz des alten Rom zu erneuern. In einem schönen Hause gedenke des Grabes! und daß du nicht lang darin zu wohnen habest. Auf Flügeln fährt der Tod daher. Keines Menschen Leben ist ewig. Unser Bleiben ist kurz, und federleicht unser Lauf. Ob du auch dem Winde entflöhest, dein Tor hundertfach verschlößest und mit tausend Wächtern umstelltest, doch sitzt...
Page 194 - Sein Ausspruch ist unantastbar. Er darf von niemand gerichtet werden. Die römische Kirche hat nie geirrt und wird in Ewigkeit nicht irren, wie es die heilige Schrift bezeugt. Wenn der römische Papst kanonisch geweiht ist, so wird er durch die Verdienste St. Peters heilig. Nur der ist katholisch, der mit der römischen Kirche übereinstimmt.
Page 238 - Stadt! nun schau' ich ihre Ruinen, Und nachsinnend bewegt ruf ich: Roma, du warst! Doch nicht Stürme der Zeit, noch Flamme des Brandes, das Schwert nicht Haben sie völlig des Schmucks früherer Schöne beraubt. So viel steht noch hier, so viel ist gefallen, daß jenes Nichts zu vertilgen und dies nichts zu erneuern vermag. Reichtest du lebender Kunst auch Gold und Marmor, sie baute Selbst mit der Himmlischen Rat keine...
Page 198 - Charakters zwingen. Indeß der waffenlose Sieg des Mönchs hat mehr Anrecht auf die Bewunderung der Welt, als alle Siege eines Alexander, Cäsar oder Napoleon. Die Schlachten, welche die Päpste des Mittelalters schlugen, wurden nicht durch Eisen und Blei, sondern durch moralische Macht erkämpft, und die Anwendung, oder die Wirkung so feiner und geistiger Mittel ist es, welche das Mittelalter bisweilen über unfre Zeit erhebt.
Page 239 - Nicht die Göttlichkeit selbst ihm die Verehrung verleiht. Glückliche Stadt! wenn frei du wärest von deinen Tyrannen Oder die Herrscher in dir frei von schimpflichem Trug.
Page 391 - Sie zeugten sich fort, uuvermischt mit Römern oder Barbaren, von Kindern zu Kindeskindern; sie sahen um sich her in Staub fallen die altrömische Republik, das römische...
Page 238 - Schwert nicht Haben sie völlig des Schmucks früherer Schöne beraubt. So viel steht noch hier, so viel ist gefallen, daß jenes Nichts zu vertilgen und dies nichts zu erneuern vermag. Reichtest du lebender Kunst auch Gold und Marmor, sie baute Selbst mit der Himmlischen Rat keine Ruine mehr auf. Solche gewaltige Roma erschuf einst menschliche Bildkraft, Daß sie der Ewigen Zorn nimmer zu tilgen vermocht. Siehe, die Götter bestaunen ja selbst hier Göttergebilde, Wünschend, sie wären zumal gleich...
Page 392 - Kaisertum, aber sie überdauerten, unzerstörlicher als Bildsäulen von Erz, die furchtbare Nemesis der Jahrtausende, und sie beten noch heute in denselben Gassen am Tiber zu Iehovah, den, Gott Abrccham's und Mosis.

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