Geschichte der Universität Heidelberg, Volume 1

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Karl Alexander Freiherr von Reichlin-Meldegg
J. Schneider, 1862
 

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Page 348 - Paradies von einem Apfel und nicht von einer Birne gegessen? Ob Christus auch in der Form eines Kürbisses oder eines Weibes oder eines Esels hätte erscheinen und wie er in diesen Gestalten hätte predigen oder Wunder thun können ? Ob Gott etwas Geschehenes ungeschehen machen könne, z.
Page li - Zur Geschichte der Universität Heidelberg, nebst einigen darauf bezüglichen , noch nicht gedruckten Urkunden.
Page 94 - In una autem et eadem domo scholae erant superius, prostibula inferius. In parte superiori magistri legebant, in inferiori meretrices officia turpidinis exercebant. Ex una parte meretrices inter se et cum lenonibus litigabant, ex alia parte disputantes et contentiose agentes clerici proclamabant.
Page 28 - ... die Grammatik lehren, dabei sich guter katholischer Schriften bedienen." In der oberen Abtheilung suchte man von dem Trivium (grammatische Studien, das ist Grammatik, Rhetorik, und Dialectik) und von dem Quadrivium (Arithmetik, Geometrie, Musik, Astronomie) so viel zu lehren, als möglich war. Aber in den wenigsten Klosterschulen konnten alle diese Wissenschaften gepflegt werden; in den meisten derselben war der Unterricht nur elementarer Art. Unter dem Trivium und Quadrivium (Viertheilung der...
Page 51 - Boeinicum ex | toto oblivioni tradideramus, quod post redidicimus, ita ut loqueremur et intelligeremus ut alter Boemus. Ex divina autem gracia non solum Boemicum, sed Gallicum, Lombardicum, Teutunicum et Latinum ita loqui, scribere et legere scivimus, ut una lingua istarum sicut altéra ad scribendum legendum loquendum et intelligendum nobis erat aptaa.
Page 368 - Der deutsche Humanismus und der italienische haben vieles gemeinsam, aber in einem Punkte weichen sie auffällig auseinander: die Frucht der klassischen Studien war in Italien ein religiöser Indifferentismus, ja ein heimlicher Krieg der Ungläubigkeit gegen Glauben und Kirche, in Deutschland dagegen erwecken sie gerade eine neue Regsamkeit auf den Gebieten der Theologie und des kirchlichen Lebens.
Page 118 - Wenn ein Unglücklicher mich fragte, wo er leben müsste, um dem lauernden Kummer dann und wann eine Stunde zu entrücken, so nenne ich ihm Heidelberg; und wenn ein Glücklicher mich fragte, welchen Ort er wählen sollte, um jede Freude des Lebens frisch zu kränzen, so nenne ich ihm abermals Heidelberg.
Page 248 - Est stupenda res, quod hec plaga nunquam totaliter cessat, sed omni anno regnat jam hie, nunc alibi, de loco in locum, de provincia in provinciam migrando; et si recedit aliquamdiu, tamen post paucos annos et circuitum revertitur et juventutem interim natam in ipso flore pro majore parte amputat.
Page 303 - Wesen nach doch einen mehr negativen, zersetzenden und auflössenden, alt positiven, Neues schaffenden und aufbauenden Charakter. Der Realismus war die positivere, gehaltvollere Lehre. Kein Wunder also, dass er beim letzten Aufraffen der Scholastik, von weltlichen und geistlichen Autoritäten unterstützt, noch einmal sein Haupt mächtig erhob, viele tiefere und ernstere Geister mächtig anzog und unter seinen Vorkämpfern Männer zählte, welche keineswegs die Bedürfnisse und Bewegungen der Zeit...
Page 385 - Mira ejus in respondendo suavitas , in audiendo incomparabilis longanimitas, in dissolvendo Pauli agnovisses acumen, non Scoti, adeo brevibus, aeque divinae scripturae penu depromptis responsis in sui admirationem facile cunctos adduxit. Cum Erasmo illi conveniunt omnia, uno hoc hie praestat, quod, quae ille tantum insinuat, hie aperte docet.

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