Geschichte des Herzogthums Steiermark von den ältesten Zeiten bis auf unsere Tage

Front Cover
A. Hesse, 1862 - 414 pages
 

What people are saying - Write a review

We haven't found any reviews in the usual places.

Selected pages

Common terms and phrases

Popular passages

Page 298 - ... zurückzuführen, doch ohne Zwang. Hingegen dürfe und müsse er ihnen befehlen, bei Vermeidung seiner Ungnade, zu ihrem Gottesdienste und zu ihren Schulen andere Personen nicht zuzulassen und katholische Priester in ihren Amtsverrichtungen nicht zu beirren. Seine nicht zu den Landständen gehörigen Unterthanen ohne Ausnahme solle er bei Strafe verpflichten, in der ,angeerbten
Page 199 - Herzog, wenn er in eine Provinz gesendet wird, zu benehmen, und alle seine Handlungen unterliegen der Bestätigung des ältesten Bruders. — Der ältere, oder der Regent hält größeren Hofstaat . doch hat er den jüngeren zum entsprechenden äußeren Glanze auch standesgemäßen Unterhalt zu geben. — Räthe werden nur mit Gesammtwillen aufgenommen. — Treue und feste Einigkeit ist un» nschütterlich festzuhalten, und daher gegen jede Einflüsterung offen» herzige Mittheilung unter den Herzogbrüdern...
Page 163 - Großen trieben in gesetzlosem Wüthen Fehden, Raub, Mord und Brand, nicht nur im Lande selbst, sondern auch in den angrenzenden Provinzen.
Page 203 - Hitze, eingekeilt und gedrängt in ihren Harnischen. Sie wollten zurück nach ihren Pferden, um dem Würgen zu entfliehen. Aber die Knappen waren, als sie die bange Wendung der Schlacht gewahrten, in blinder Angst mit den Rossen davon gesprengt. An ein Entkommen war nicht mehr zu denken; gliederweise wurden die starken Eisenritter von den Morgensternen und Aexten der Schweizer niedergemäht. Der Ritter Heinrich von 204 Leopold'
Page 140 - Kärnthen wurde jedoch von dem Belehnten zurückgestellt und an den Grafen Mainhart von Tirol übergeben. So ward das Haus Habsburg herrschend und einheimisch in Oesterreich, so der Grund gelegt zu der im Laufe der Jahre immer reicher und herrlicher sich entfaltenden Macht des hohen Stammes. Die Verleihung geschah streng im Sinne des Gesetzes, ohne Willkür , nach herkömmlichem Reichsbrauche und giltigem Rechte.
Page 351 - Erklärung aus, worin es hieß: »sie sey gesinnt, als gemein» schaftliche LandeSmutter ihren getreuen Unterthanen, sie mögen von dieser oder jener Kirche seyn, ihre landesmütterliche Huld zu bezeigen und sie vor allem Unrecht, der Normalentscheibung ihres VaterS gemäß, zu schützen und die Beschwerden, von Einzelnen eingereicht, nach gehöriger Untersuchung zu erledigen.
Page 206 - Laudesfürsten bestritten. Die Herzoge ernennen einen Oberbeamten, der ihnen die Einnahme von allen Einkünften ihrer Länder besorgen und darüber Rechnung legen soll. — Den Gerichtsbann empfangen beide Herzoge vom Reiche. Wenn sie sich zugleich in einem Lande befinden, so verleiht Wilhelm allein diesen Bann den Richtern desselben ; in Abwesenheit Wilhelms übt dieses Vorrecht Albert allein aus. — Die eben vorhandenen Geldschulden übernehmen die Herzoge gemeinschaftlich. In der Zukunft darf...
Page 189 - Ldle ritten den Ankommenden entgegen. Doch bald wurden sie der schrecklichen Täuschung inne. Nicht Leopold war es, den sie heranziehen sahen ; es war der Burggraf von Nürnberg, der mit einer starken Reiterschaar im Rücken gegen sie ansprengte, und grimmig in die vom Kampfe erschöpften Krieger Friedrichs einhieb.
Page 316 - Sängerlnaben und Instrumentisten bereitwillig lieh, fesselten sie die Gemüther; durch die Festlichkeiten bei ihren Schulprüfungen gewannen sie die Eltern, spornten sie die Jugend; dabei wußten sie auch dem Erheiternden eine veredelnde Grundlage zu geben, und fügten den altherkömmlichen Vorstellungen aus der heiligen Schrift, oder dem Leben der Heiligen, die sie durch ihre Zöglinge aufführen ließen , andere bei aus der Geschichte der Kirche «), des Vaterlandes"), der Reiche "), ") Schreiben...
Page 150 - Pfunden, nnd zum dritten Male mit der Acht so lange, bis dem Kläger aller Schaden gut gemacht, und dem Richter der gesetzliche Wandel bezahlt ist. — Der Beklagte tritt mit dem Richter zuerst in die Schranne, und geht mit ihm der Letzte hin

Bibliographic information