Geschichte des achtzehnten Jahrhunderts, Volume 4

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Page 45 - Das Land, das wir erobert haben, ist unser väterliches Erbe und gehöret sonst Niemand ; unsere Feinde aber haben es eine Zeit lang mit Gewalt und Unrecht inne gehabt; darum haben wir jetzt das unsere wieder zu uns gebracht und Niemandem das Seine genommen.
Page 171 - Der Schmerz der Königin von Ungarn ist unbeschreiblich. Alle Uebel scheinen ihr gering im Vergleich mit dem Verluste Schlesiens. Wenn sie einen Schlesier sieht, verstummt die Monarchin in ihr, und nur daS Weib fühlt und bricht in Thronen aus.
Page 282 - daß es nicht so leicht ist, wie Sie geglaubt haben, das Haus Österreich zu erniedrigen und es auf die Stufe der Macht zurückzubringen, die man ihm bestimmen will.
Page 9 - Herrschaft zu geben, so muff ich sagen, daß bis jetzt der König von Preußen schlechterdings Alles selbst thut, und daß, ausgenommen den Finanzminister von Boden, der die Sparsamkeit predigt, und damit ungemeinen, ja noch größeren Eingang findet, als unter der vorige
Page 323 - ... soll weder unserer Klugheit noch unserer Tapferkeit etwas vorwerfen, sondern höchstens den Umständen, deren Gunst uns fehlt." „Ich bereite mich auf jedes Ereignis, das kommen könnte, vor. Mag das Glück mir günstig sein oder ungünstig, das soll mich weder mutlos machen noch auch übermütig. Muß ich untergehen, so sei es mit Ruhm, und das Schwert in der Hand. Lernt von einem Manne, der nie in die Predigten von Elsner ging, daß man dem Unglück, das da kommt, eine Stirn von Erz entgegensetzen...
Page 167 - Souveränität und Unabhängigkeit von der böhmischen Krone das niedere und obere Schlesien bis auf Teschen, Troppau und das Land diesseits der Oppa und des hohen Gebirges an den König von Preußen ab.
Page 322 - ... Häuptern von Europa eine große Rolle gespielt habe; mich dabei zu erhalten, ist gleichsam eine persönliche Pflicht, die ich erfüllen will, auf Kosten meines Glückes und meines Lebens. Ich habe keine Wahl mehr; ich will meine Macht behaupten, oder sie mag zugrunde gehen, und der preußische Name mit mir begraben werden. Unternimmt der Feind etwas gegen uns, so werden wir ihn besiegen oder wir werden uns alle niedermetzeln lassen zum Heil des Vaterlandes und zum Ruhme von Brandenburg. Es würde...
Page 322 - In diesem Augenblick traf erst die schlimmste Kunde ein: vom Frieden zu Füssen mit Ausschluß des Königs, über dessen Haupt allein sich nun die ganze Gefahr sammelte. „Ich kann nichts darauf antworten", sagt Friedrich, „als: es ist geschehen, was geschehen mußte. Mir bleibt nichts übrig, als mich in Geduld zu fassen. Wenn alle meine Hilfsquellen und Unterhandlungen versagen, alle Konjunkturen gegen mich ausfallen, so ziehe ich es vor, unterzugehen mit Ehre, als ein ruhmloses, des Ansehens...
Page 711 - hat mich wie ein Donnerschlag getroffen. Zwischen mir und dem Könige von Preußen, Eurem jetzigen Freunde, ist jede Berührung unmöglich, keine Rücksicht der Welt wird mich je bestimmen, ein Bündniß einzugehen, woran er Theil hätte.
Page 382 - Er Pflegte zu sagen, die Mühen und Kümmernisse, denen er ausgesetzt fei, hätten Nichts zu bedeuten, weil er blos ein Einzelner sei, aber wenn er an die vielen braven Männer denke, die um seinetwillen duldeten, dann werde ihm das Herz schwer und sinke ihm fast zu den Füßen nieder.

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