Geschichte des fürstlichen Hauses Liechtenstein, Volume 1

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W. Braumüller, 1868 - 426 pages
 

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Page 391 - Zwar hält die Fluth geschieden Frankreich von Engelland; Ein Meer ist zwischen beiden, sie trennend, ausgespannt, — Doch drohen sich die Blicke selbst über's weite Meer, Und oft schwamm nach der Küste manch waffenstolzes Heer. Viel Kampf ward dort gestritten am Uferssand; mit Macht Von Franken und von Britten geschlagen mauche Schlacht. War' all das Blut beisammen, das dort geslofsen ist. Ein zweites Meer entstanden wär...
Page 391 - Zerkrachen manches Schwert; Zerspalten Helm' und Schilde ; Hinstürzen manches Pferd. Viel tapf're Franken liegen Entseelt im blut'gen Sand, Umsonst! — Die Britten siegen, Es hilft kein Widerstand. Doch seht! ein einz'ger Ritter Schafft wieder Bahn und Licht; Wer ist der Mann, wer kennt ihn, Der so verwegen ficht?
Page 393 - Wappen auf dem Schilde, zu Sang und Streit hervor; Gepriesen in allen Landen ist jener Heldenreihn; Der Tapfre, der hier stehet, — es ist — ein Liechtenstein!" — Da bog der Held sein Knie und sprach: „Jch leugn' es nicht, Dies Wappen ist das meine; es ist so, wie er spricht!
Page 393 - Nun, alter Herr, beschauet, vielleicht giebt's eine Spur!" So spricht Karol und reichet den Becher lächelnd hin; Der Herzog, lange forschend, hält und betrachtet ihn, Dann spricht er: „Eine Wette setzt' ich: ich hab entdeckt Den Mann, der in die schlechte Rüstung sich hat versteckt. Zu Oestreich unterm Walde sieht in die weiten Gau'n Man von der Berge Spitzen viel alte Burgen schau'n; Doch eine steht die höchste, dort sah gehau'n in Stein Jch überm Thor dies Wappen, kein andres kann es sein....
Page 392 - Verlangt es dich zu wissen, wer hier der Edle sei? Steh ich, ihn zu enthüllen, mit einer List dir bei. Geheim ließ ich durchsuchen ihm sein Gepäck; da fand Mein Knappe diesen Becher hier, unter anderm Tand; Ein Wappen ist gegraben ins helle Gold; laß sehn! vielleicht wird hier wohl einer zu deuten es verstehn." — „Jhr seid ja viel gereiset, Herr Herzog von Nemonrs, Nun, alter Herr, beschauet, vielleicht giebt's eine Spur!
Page 393 - Darauf schloß in seine Arme der König den Rittersmann, Und lauter Jubel jauchzend im Frankenheer begann. Auf ihre Schultern heben die Ritter frendig ihn. Und tragen ihn, ob er's wehret, durchs ganze Lager hin! Zu Oestreich unterm Walde blickt noch die Burg hervor. Auch jetzt ziehn wackre Helden zum Kampf aus ihrem Thor; Und weil es stets wie Säulen gestanden im Gefecht, Ward lange schon gefürstet das rühmliche Geschlecht. Drei Liechtensteine lebten und leben noch zur Zeit, Die rühmt der Ruhm...
Page 392 - Fahne wehn, Wo in dem weißen Felde drei gold'ne Lilien stehn? Das ist das Zelt des Königs; die Heeresfürsten all, Sie stehn um ihn versammelt; viel Helden allzumal. Und mitten unter ihnen steht jener Rittersmann — Und auf des Königs Fragen zur Antwort er begann: Erlaß, o hoher König, mir gnädig den Bescheid; Ein Nam' entscheidet wenig, ein Degen viel im Streit.
Page 394 - Johannes" heißt der eine — Hut ab, wenn er genannt! — Seit Männer Schwerter führen, hielt keiner besser Stand; Oft wohl hab ich gesehen im Kugelregen dicht, Den Heldenfürsten stehen, und wo Er stand, ward's Licht! Fürst Alois heißt sein Sippe. Er hat aus jeder Schlacht Sich eine neue Wunde und neuen Ruhm gebracht. Als noch sein Bruder lebte, sah man sie stets zu zwei'n Vorschreiten vor dem Heere, wie...
Page 137 - Befreinng zusammentreten und sich nicht anders als im Tode trennen wollten. Würde einer an diesem freiwillig von ihnen eingegangenen Bunde zum Verräther werden, so sei derselbe meineidig, rechtlos und verflucht, und dessen Lehen, die vom Reiche herrühren, solle der römische König einziehen...
Page 157 - Meer soll gänzlich bezahlt werden „als es der Papst verschrieben hat und als es der Christenheit vorgegeben ist und wozu ich in meiner Jugend für meinen Vater verbunden bin...

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