Gestaltungshinweise für agile Software-Entwicklungsprojekte unter dem Blickwinkel der Kybernetik

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GRIN Verlag, 2010 - 130 pages
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Masterarbeit aus dem Jahr 2009 im Fachbereich Informationswissenschaften, Informationsmanagement, Note: 1,3, Otto-Friedrich-Universitat Bamberg (Lehrstuhl fur Wirtschaftsinformatik), Sprache: Deutsch, Abstract: Agile Software-Entwicklungsprojekte und deren Management verfolgen mitunter radikal andere Paradigmen als die weithin etablierten, klassisch bekannten Vorgehensmodelle. Diese Paradigmen beeinflussen die Struktur, also die Organisation von Projekten ebenso wie deren Verhalten. Angesichts der Komplexitat der heutzutage zu erstellenden Softwareprodukte ist die Einfachheit der Regeln in agilen Methoden wie Scrum uberraschend. Ein Blick in die Praxis zeigt, dass die reine Lehre fur grosse Projekte zwar ein guter Ratgeber, fur sich alleine aber nicht ausreichend ist. Im Unterschied zur traditionellen Projektabwicklung akzeptieren agile Methoden die Tatsache, dass der Softwareentwicklungsprozess nicht vollstandig beherrschbar ist. Erst wahrend der Softwareentwicklung manifestieren sich technische und fachliche Problemstellungen, auf die ein Projekt der jeweiligen Situation angemessen reagieren muss. Mit diesem Blick hin zu einer evolutionaren Projektkultur werden Parallelen zur Kybernetik erkennbar. Die Kybernetik beschaftigt sich seit mehreren Jahrzehnten mit dem Phanomen der Komplexitat und deren Beherrschbarkeit. Stafford Beer veroffentlichte 1959 ein Modell, das die Voraussetzungen fur uberlebensfahige komplexe Organisationen beschreibt. Als Modell des lebensfahigen Systems" ( Viable System Model") zeigt es, welche strukturellen Elemente eine Organisation notwendigerweise aufweisen muss, um angemessen mit Storungen umzugehen und langfristig in einem komplexen Umfeld zu bestehen. Die Erkenntnisse daraus konnen durchaus auch bei der Frage der Organisation von Softwareentwicklungsprojekten helfen. Projekte sind Organisationen auf Zeit," wodurch aber der Aspekt der Lebensfahigkeit nicht obsolet wird, denn zuminde"
 

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Contents

EINFÜHRUNG
1
Aufbau der Arbeit
5
BurndownChart eines 10Tage Sprints
14
ScrumZyklusmodell
16
Skalierung mit ScrumofScrums
17
Rekursive ScrumofScrums
18
TaskBoard für das ProductOwnerDailyScrum
19
KOMPLEXITÄTSORIENTIERTES MANAGEMENT
22
Kooperierende Teams während eines Sprints an einem Beispiel
55
Diagnoseergebnisse des System1
58
Mehrere ScrumTeams in Zusammenarbeit
62
Dienste in einem Projekt im Sinne des System2
63
Diagnoseergebnisse des System2
65
Synergiepotenzial in der Überlappung von Aufgaben
68
Operatives Management mit System3 und System3
69
Verschiedene Sichtweisen des System3 auf System1
70

Einordnung der Begriffe aus der Systemtheorie
23
Festlegung von Systemgrenzen in Abhängigkeit vom Betrachter
25
Veränderung dynamischer Systeme über die Zeit
26
Verhalten als Ergebnis äußerer Einflüsse und interner Zustände
27
Einordnung der Begriffe Komplexität und Kompliziertheit
28
Elemente eines Regelkreises
31
Viable System Model
34
Elementare Organisationseinheit eines System1
35
AGILES PROJEKTMANAGEMENT AUSSICHT DES LEBENSFÄHIGEN SYSTEMS
40
Systemgrenzen eines großen ScrumProjekts
41
Systemgrenzen des Projektteams
42
Einordnung des betrachteten Systems in die Rekursionsebenen
43
Elementare Organisationseinheit eines System1
45
Elementare Organisationseinheit im ScrumProjekt
46
Rolle ProductOwner in ihrer ursprünglichen Bedeutung
47
Diagnoseergebnisse der elementaren Organisationseinheit
50
Elementare Organisationseinheiten und deren Beziehungen
54
Identifizieren von Synergiepotenzialen
71
Laufende Beobachtung zur Früherkennung von Oszillationsquellen
72
Diagnoseergebnisse des System3
75
Strategisches Management mit System4
78
Zukunftsszenarien mit einem Modell simulieren
79
Beobachtung der Umwelt durch das agile Projekt
81
Diagnoseergebnisse des System4
84
Normatives Management mit System5
86
Krisenerkennung mit Hilfe eines Alarmsignals
88
Diagnoseergebnisse des System5
91
ERGEBNISSE UND AUSBLICK
93
Diskrepanzen zwischen Modellanforderungen und AgilitätScrum
94
Korrelation zwischen Untersuchung und Problemfeldern
95
Projektlandkarte mit Gestaltungshinweisen
96
GESTALTUNGSHINWEISE FÜR AGILE PROJEKTE
105
Copyright

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Common terms and phrases

3UREOHPIHOG 3URMHNW Abbildung Ableitung von Anforderungen agile Softwareentwicklungsprojekt agilen Manifest agilen Softwareentwicklung agilen Softwareentwicklung erkennbar Aktivitäten aktuellen Aspekte Aufgabe ausführende Einheit Autonomie Autopoiesie autopoietische Beer Beispiel beispielsweise Business Process Engine Daily-Scrum Diagnose der Anforderung Diagnoseergebnisse elementaren Organisationseinheiten Elemente Entscheidungen Entwicklung erforderliche Varietät Erstellen explizit fachlichen Fließgleichgewicht folgende Formalziele Funktionen gemeinsam Gesamtsystems Gestaltungs Gloger grafischen großen agilen Projekt großen Projekten Hilfestellung hinweis hoher Varietät Impediment-Log Informationen Kanal Kapitel Kommunikation komplexe Systeme Komplexität konkrete Kontext kontinuierliche Koordination Kunden Kybernetik langfristige laufend lebensfähigen Systems Management Managementeinheit mögliche muss neue Normatives Management notwendig Organisation Praxis Prinzip priorisiert Problemfeld Product-Backlog Einträge Product-Owner Produktinkrement Projektmarketing Prozesse Regelstrecke Rekursionsebene relevanten Umwelt Rolle Schwaber Scrum Scrum stellt Scrum-Master Scrum-of-Scrums Scrum-Projekts Scrum-Teams Selbstorganisation Senior-Management Sicht Skalierung Software Sprint-Backlog Sprints Stafford Beer Steuerung strategische Struktur Sub-Product-Owner Synergien System-3 System-3 und System-4 Tabelle Teammitglieder teamübergreifende technischen typische typischerweise übergeordnete Unterpunkt Viable System Model Vision Vorgehensmodell wichtiger Ziel Zusammenarbeit

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