"Gleichberechtigung der Geschlechter?" - Weibliche Arbeiterexistenzen in der Weimarer Republik

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GRIN Verlag, Feb 2, 2012 - History - 50 pages
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Studienarbeit aus dem Jahr 2011 im Fachbereich Geschichte Europa - Deutschland - Neuere Geschichte, Note: 2,0, Universität Siegen (Philosophische Fakultät - Historisches Seminar - Neuere und Neueste Geschichte), Veranstaltung: Formen und Funktionen von Gewalt im neuzeitlichen Europa, Sprache: Deutsch, Abstract: 1. Einleitung [...] Die Frage nach einer Gleichberechtigung der Geschlechter ist auch in der Gegenwart ein Thema, das die Gemüter erregt [...] Um so bedeutender ist also die Frage nach einer Gleichstellung der Geschlechter in einer Zeit, die von Gegensätzlichkeiten geprägt ist: So erhielten Frauen in der Weimarer Republik zum einen neue staatsbürgerliche Rechte, und ihre Gleichstellung in der Ehe wurde mit der Weimarer Reichsverfassung postuliert, zum anderen waren sie in alten Traditionen und Normen verhaftet und diesen verpflichtet. „Als Sinnbild des Emanzipationsprozesses galt in der Weimarer Zeit die vermeintlich ökonomisch, politisch und sexuell befreite „Neue Frau“ [...].“ Doch wie emanzipiert war die gewöhnliche Arbeiterfrau wirklich? Wie gleichberechtigt war die Arbeitertochter gegenüber dem Arbeitersohn? Welche Handlungsspielräume hatten Frauen in der Weimarer Zeit? Die Weimarer Zeit war bezüglich der Frage nach einer Gleichberechtigung der Geschlechter von Ambivalenzen geprägt. So kam es zu Neuerungen, die im geringen Maße zur Gleichstellung von Frauen und Männern beitrugen. Bedeutender waren allerdings juristische Kontinuitäten und Kontinuitäten in der Politik und der gesellschaftlichen Praxis, also im Rollenverständnis und im Verhalten, die die Frau weiterhin benachteiligten. Um dies näher zu untersuchen, soll zunächst die rechtliche Stellung der Frau in der Weimarer Republik betrachtet werden, da diese die rechtliche Grundlage für eine mögliche Gleichstellung der Geschlechter darstellt (Kap. 2). Da die Möglichkeit des Erwirtschaften einer Lebensgrundlage eine wichtige Basis für ein selbstbestimmtes Leben darstellt, soll darüber hinaus der Frage einer Gleichberechtigung der Geschlechter im Berufsleben nachgegangen werden (Kap. 3). Dabei wird spezifisch Bezug auf die Möglichkeiten von Arbeitertöchtern und Arbeiterfrauen genommen. Darüber hinaus soll gesellschaftliches Handeln im Mikrokosmos der Ehe und Familie analysiert werden. Da die eheliche Lebensgemeinschaft ein Ort ist, in dem sich durch das enge Zusammenleben und Handeln von Mann und Frau das wahre Maß der Gleichberechtigung zeigt, sollen abschließend einige Beispiele vorgeführt werden, die stellvertretend für die ehelichen Lebensumstände von Arbeiterfrauen stehen.
 

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Contents

Einleitung
Die Rechtsstellung der Frau
1
Frau Familie und Erwerbsleben
7
Die eheliche Lebensgemeinschaft in der gesellschaftlichen Praxis Häusliche Gewalt
35
Fazit
41
Literatur und Quellenverzeichnis
44

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Arbeit Arbeiterfrauen Arbeitertochter Arbeitslosigkeit Arbeitsmarkt Arbeitsmarktpolitik Arbeitsplatz arbeitspolitischen Arbeitstag Artikel 128 Aufbruch oder Rückschritt August Ausbildung berichtet Berlin-Moabit Beruf Berufstätigkeit besonders BGBs Bund Deutscher Frauenvereine Bürgerliches Gesetzbuch Büttner Demobilmachung deutlich Ehefrau ehelichen Lebensgemeinschaft Ehemann Einkommen elterlichen Gewalt Entlassung Erwerbsarbeit Erwerbsleben erwerbstätigen Frauen familiären Familienleben im Schatten Familienrecht Frau und Mann Frauenalltag und Männerpolitik Frauenarbeit Frauenbewegung Frauenerwerbsarbeit Frauenwahlrecht gesellschaftlichen Praxis Gesetzbuch vom 18 gesetzlichen Gleichberechtigung der Geschlechter Gleichstellung Grund Hausarbeit Haushalt häuslicher Gewalt Hauswirtschaft heil da rausgekommen Heimarbeit Heirat Herabminderung der Personalausgaben Hildegard hinaus Hrsg jungen Frauen Kameradschaftsehe Kinder Kriegsgesellschaft Kriegswirtschaft Lohn Lorentz Mädchen Männern und Frauen Möglichkeit mussten patriarchalische Personalausgaben des Reiches politischen Rechtsstellung der Frau Reichs vom 11 Schatten der Krise Schönrock soll sozialdemokratischen Stellung der Frau Textilarbeiterinnen Tochter unsere Vater verdeutlicht verheiratete Frau weiblichen Angestellten weiblichen Beamten weiblichen Erwerbstätigen Weimarer Reichsverfassung Weimarer Republik Weimarer Verfassung Weltkrieg wirtschaftliche Wochenende 1928 Zentralverbandes der Angestellten Zitiert nach Flemming/Saul/Witt Zitiert nach Hagemann zunächst

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