Konventionen der Untertitelung in Film und Fernsehen. Zur "Good subtitling practice"

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GRIN Verlag, Jan 31, 2007 - Performing Arts - 34 pages
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Studienarbeit aus dem Jahr 2005 im Fachbereich Filmwissenschaft, Note: 1,3, Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder) (Fakultät fur Kulturwissenschaften), Veranstaltung: Filmsynchronisation und Übersetzungsprobleme - Was kann man übersetzen?, 44 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Gutes Untertiteln ist eine hohe Kunst, wahrgenommen jedoch meist nur in ihren Fehlern und Unzulänglichkeiten. „All of us have, at one time or another, left a movie theater wanting to kill the translator. Our motive: the movie’s murder by ‘incompetent’ subtitle”, schreibt der Filmkritiker Nornes (1999: 17). Dem Publikum ist oft nicht bewusst, welch große technische, sprachliche, stilistische und dramaturgische Herausforderungen mit der Übertragung einhergehen. Zusätzliche audiovisuelle Komponenten in einer polysemiotischen Umgebung, ein Wechsel vom gesprochenen zum geschriebenen Medium und eine beachtliche Textreduktion werden von Untertitlern als arbeitserschwerende Einschränkungen und von Translationswissenschaftlern als distinkte Merkmale einer “neuen” Art der Übersetzung gesehen. Zur Vereinheitlichung und Erleichterung dieser anspruchsvollen Tätigkeit existieren verschiedene Konventionen. Diese Arbeit hat zum Ziel, die geltenden Standards der Untertitelung und deren wissenschaftliche Herleitung zu beleuchten. Zahlreiche Autoren haben Handreichungen und Überblicke zum guten Untertiteln verfasst, so z.B. Buhr (2003), Dries (1995), Ivarsson (1992) und Luyken et. al. (1991). Auch die wissenschaftliche Literatur zum Thema wächst stetig. Um die Einhaltung gewisser Standards sicherzustellen, hat die Gilde der europäischen Untertitler zahlreiche Festlegungen zum zeitgemäßen Untertiteln getroffen. Hier ist besonders der ‚Code of Good Subtitling Practice’ der ‚European Association for studies in screen translation’ (ESIST) zu nennen, den die erfahrenen Untertitler Jan Ivarsson und Mary Carroll zusammengestellt haben (Ivarsson/Carroll 1998). Eine genaue Auseinandersetzung mit den dortigen technischen und sprachlichen Maßgaben ist das Herzstück dieser Arbeit. Die so entstandene Vermischung normativer Handlungsanweisungen und deskriptiver Analysen ist ein bewusster Versuch der thematischen Anordnung. Als umfängliche und kompetente Einschätzung des Untertitelns und seiner Herausforderungen richtet sich diese Arbeit an Sprach- und TranslationswissenschaftlerInnen sowie PraktikerInnen gleichermaßen. Die gelungene Verknüpfung von praxisnaher Darstellung und fundierter theoretischer Analyse, der klare und prägnante Stil sowie das umfangreiche Literaturverzeichnis machen die Arbeit insbesondere für Studenten geistes- und kulturwissenschaftlicher Fächer interessant. Der Autor ist Diplom-Kulturwissenschaftler.
 

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