Governance als Einfluss-System: Der politische Einfluss von NGOs in asymmetrisch strukturierten Interaktionsarrangements

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Springer-Verlag, Feb 17, 2009 - Political Science - 224 pages
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1.1 Gegenstand und Erkenntnisinteresse Eine der traditionellen politikwissenschaftlichen Fragen ist die nach den Funk- onsbedingungen und -weisen von organisierten Gemeinwesen, wie sie u.a. in Form von modernen Nationalstaaten existieren. Zur Bezeichnung dieser Ange- genheiten wird zumeist der Begriff des Regierens verwendet, dessen Ziel die Herstellung allgemein verbindlicher Entscheidungen ist. Der im Regieren an- nommene Staat ist idealtypisch ein hierarchisch strukturierter, der mit einem Gewaltmonopol ausgestattet ist und die Gesellschaft ‚von oben' gestaltet und sanktioniert. Ende der 1980er Jahre wurde von der Idee Abschied genommen, Gese- schaften vornehmlich ‚von oben' durch hierarchische Interventionen steuern zu können, und die staatszentrierte Perspektive wurde durch eine gesellschaftsze- rierte ersetzt. Das Interesse galt weiteren Formen gesellschaftlicher Regulierung, der Selbststeuerung von Teilsystemen und -sektoren sowie den dichten Interak- onsbeziehungen zwischen privaten und öffentlichen Akteuren (vgl. Mayntz 2004, 2004a). Die dem Staat zugedachte Rolle hat sich verändert. Die „Vergesellschaftung des Regierens“ (Brozus, Take, Wolf 2003) wird dabei von modernen Entwicklungen, wie der Entgrenzung von ökonomischen, politischen und gesellschaftlichen Prozessen sowie der Pluralisierung von N- men und Institutionen weiter angetrieben:
 

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Contents

Das Politikfeld Asyl
145
Die Asylverfahrensrichtlinie als Gegenstand der Untersuchung
181
Governance
199

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Common terms and phrases

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About the author (2009)

Kerstin Seifer ist Politikwissenschaftlerin mit den Forschungsschwerpunkten Governance, Europäische Integration, Asylrecht und Deutsche Außenpolitik.

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