Graphologie: mit zahlreichen, in den Text gebruckten Schriftproben

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Weber, 1908 - Graphology - 243 pages
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Popular passages

Page 135 - Von der Parteien Gunst und Haß verwirrt, Schwankt sein Charakterbild in der Geschichte; Doch euren Augen soll ihn jetzt die Kunst, Auch eurem Herzen menschlich näher bringen.
Page 179 - Alle Kinder, mit deren Erziehung ich beschästigt gewesen bin, haben nach meiner Hand das Schreiben gelernt; allein, so wie sie nach und nach ihre Gemütsarten entwickelten, brachte jedes von ihnen seine eigenen Züge hinein. Beim ersten Anblick schienen sie alle einerlei Hand zu schreiben; wer aber genauer acht gab und sie kannte, sand in der Manie des einen Trägheit, bei anderen Kleinlichkeit oder Unbestimmtheit, Flüchtigkeit, Festigkeit. Verschrobenheit, Ordnungsgeist, oder irgend eine andere...
Page 4 - Ferner habe ich auch in seiner Handschrift unter anderm noch Folgendes bemerkt : er bricht nämlich nicht die Wörter ab ^), und trägt auch nicht die am Ende einer Zeile überzähligen Buchstaben auf die nächste über, sondern setzt sie gleich an Ort und Stelle unter das Wort, zu dem sie gehören, und verbindet sie mit demselben durch einen Hakenzug ^). Achtundachtzigstes Kapitel.
Page 172 - Geschäften, fo ist klar, daß sein Denken und Fühlen wesentlich von dem Verlangen beherrscht wird, etwas zu haben, was er noch nicht hat. Es ist dabei gleichgültig, ob ein reiner Gewinn erzielt oder nur ein Verlust gedeckt werden soll; in jedem einzelnen Falle handelt es sich um ein Haben-wollen.
Page 172 - Mund zentripetal zurückführt, will etwas haben. Derjenige, dessen Tätigkeit im späteren Leben, von der Lehrzeit an, prinzipiell auf Anhäufung von Geld und Gut gerichtet bleibt, kann daher mehr als andere von jenen in...
Page 173 - Kurven windiger Spekulanten unvereinbar. Sie entsprechen der Hast und Unruhe des auch bei der notwendigen Arbeit, selbst in der Börse Oberflächlichen, welcher im Gespräch unnötig schreit und überflüssige Bewegungen mit den Händen aussührt.
Page 172 - Gehirn aufgespeicherten Greifbewegungsresten bei der Ausführung von Arm- und Handbewegungen, namentlich beim Schreiben im Beruf, ohne es zu wissen, beeinflußt werden. So mag der sonderbare überflüssige Anstrich des eifrigen Geschäftsmannes entstanden sein.
Page 38 - Zaun zu brechen, einen Tadel in harte Worte verletzend zu kleiden, sich um Arme und Verlassene nicht zu kümmern, auseinander gehende Ansichten, besonders in der Politik, zu begünstigen, Spaltungen zu bezwecken.
Page 172 - Auch darf bei der Bemühung, die eine oder andere Kurve in einer kaufmännischen Handschrift bis auf ihren Ursprung zurück zu verfolgen, nicht übersehen werden, daß gerade in diesem Berufszweig eine weitgehende Oberflächlichkeit oft vorkommt...
Page 225 - Weg. Nun weiss Jeder, dass die Auffassung eine sehr verschiedene sein kann. Die subjektive Auffassung des Zeichners ist ein Punkt, mit dem man unter allen Umständen zu rechnen hat. Hier liegt der Kern der Sache: Das Photogramm giebt den Gegenstand objektiv wieder. Wie sieht es aber bei näherer Betrachtung mit der vielgerühmten Objektivität aus? Vor allen Dingen bildet die lichtempfindliche Platte Alles, was nicht speciell zum Objekte gehört, mit erschreckender Objektivität ab, so die Verunreinigungen...

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