Griechische Literaturgeschichte, Volume 1

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Weidmann, 1872 - Greek literature - 1024 pages
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Page 580 - Hauptbeld derselben in der Zwischenzeit nicht gänzlich verschwinden: daher zeigt ihn der Dichter hier von neuem und vervollständigt so das Bild des Helden, welches er im ersten Gesänge entworfen hatte. (Bergk 592...
Page 657 - unwahrscheinlich, dass die Mutter längere Zeit hindurch den Sohn gar nicht vermiset habe" .... „da die greise Schaffnerin Schweigen gelobt hatte, wird auch in der alten Odyssee Pene lope die erste Kunde von der Entfernung des Sohnes durch den Herold erhalten haben. Medon mochte der Fürstin irgend eine Meldung in Betreff der Freier überbringen, Penelupo das Verlangen haben, den Sohn zu sprechen und bei diesem Anlasse seine Abreise erfahren
Page 697 - Wenn aber dann Penelope vor den Freiern erscheint, so ist dies eine vollkommen freie Dichtung des Bearbeiters. Die Einführung der Eurynome, die würdelose Weise, mit der das Auftreten und der Charakter der Penelope geschildert wird, ihre Verjüngung durch Athene, wozu es wunderlicher Weise erst des Einschlummerns bedurfte, ihre völlig unmotivirte Rüge des Tclemnchus, endlich die Rede der Penelope, wo sie ganz unverholen von den Freiern Brautgeschenke fordert und dieselben auch auf der Stelle empfängt,...
Page 649 - seiner Aufgabe völlig uneingedenk", wenn er sich nach den Schicksalen der Atriden genauer erkundigt, scheint B. einer sehr richtigen Aeusserung, die er S. 661 gethau, zu widersprechen: „wenn der Dichter bei dieser Gelegenheit die Schicksale anderer Helden auf ihrer Rückkehr von Troja einflicht, so kann ihn desshalb kein Tadel treffen .... er braucht hier die schickliche Gelegenheit, das Weltbild zu erweitern und zu vervollständigen, indem er ähnliche Schicksale anderer Helden berührt.
Page 701 - Erfindung gelten kann, .dann genügend motivirt werden musste, man musste klar erkennen, dass der Hülflosen und Bedrängten keine andere Wahl bleibe; es musste der tiefe Schmerz und das Widerstreben sich kundgeben, das ganze Lebensglück der Entscheidung des Zufalls anheim zu stellen. Den Freiern gegenüber war die kalte Ruhe am Orte; aber wenn hier mit denselben Worten der verzweifelte Entschluss anmir noch eine Interpolation enthalten zu sein. Wenn nämlich Penelope sagt: l(t,ol dl%u &v(ios OQOJQETCII...
Page 595 - ... Gesanges v. 352, wo es heisst, Poseidon habe die Achäer zum Kampfe ermuthigt, nachdem er heimlich aus der Tiefe des Meeres emporgestiegen. Indess findet Bergk keinen thatsächlichen Widerspruch darin , eben weil Poseidon den Blick des Zeus meiden müsse, fahre er nur bis zur Insel Tenedos und lasse hier seinen Wagen in einer Felsgrotte im Grunde der See. Wenn er sich von da zum Heere der Achäer begibt, so müsse er nothwendig aus dem Meere emportauchen und unbemerkt sein Ziel zu erreichen suchen.
Page 853 - Umfangs aufeinander folgen. Darin aber wird kein Verständiger strophische Gliederung finden, und jene Verirrung, die in Zeiten, wo ein gesundes wissenschaftliches Leben herrscht, gar nicht aufkommen dürfte, wird hoffentlich bald wieder verschwinden. Wirkung der Homerischen Poesie. Wie die Homerischen Gedichte einzig in ihrer Art sind, so haben sie auch eine Wirkung ausgeübt, mit der kein andere* poetisches Werk sich messen kann.
Page 668 - Dass die Scene bestimmt war, auf den Apolog des Odysseus zu folgen, ergiebt sich aus den warnenden Worten der Arete, Odysseus möge die Gastgeschenke wohl verwahren, damit nicht ein Anderer auf der Fahrt, wenn er wieder einschlafen sollte, die Kiste öffne und ihm Schaden zufüge. Denn diese feine Bemerkung spielt deutlich auf das Abenteuer an nsw...
Page 444 - Smyma selbst sich allezeit rühmte, die eigentliche Vaterstadt Homers zu sein, will natürlich nicht viel bedeuten ; allein desto entscheidender ist die Thatsache. dass ungeachtet der Rivalität der verschiedenen Orte doch Smyrna ganz allgemein direct oder indirect als die echte Heimath des Dichters anerkannt wird; weder Athen noch...
Page 579 - ... Zurückweisung der Versöhnung mit Agamemnon nicht so unerträglich finden können, dafs man deshalb den Gesang, der sie erzählt, ausstofsen dürfte.' (Jacob 231.) 'Mit der Art, wie Achill gleich im ersten Gesänge der Ilias geschildert wird, ist nicht nur der Charakter des Helden klar und mit festen Zügen umschrieben, sondern auch der Gang des Epos vorgezeichnet. Nimmt man das neunte Buch heraus, so entsteht ein offenbarer Widerspruch in der Anlage des Gedichts, wie im Charakter des Achilles;...

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