Habitus barbarus: Kleidung und Repräsentation spätantiker Eliten im 4. und 5. Jahrhundert

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Walter de Gruyter, Jan 1, 2007 - History - 492 pages
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Der spätantike habitus barbarus ist kein Phänomen, das nur mit dem Eindringen völkerwanderungszeitlicher Stämme mitsamt ihrer jeweils charakteristischen Kleidung in das römische Reich zu erklären wäre. Die detaillierte Analyse von Schriftquellen, Bildern und Bodenfunden zeigt, daß „unrömisches“ Äußeres in der Spätantike vielmehr zu einem Symbol wurde für tiefgreifende Veränderungen der römischen Gesellschaft: die Überlagerung alter, ziviler Eliten durch Aufsteiger aus dem militärischen und administrativen Bereich. Die Kleidung ist ein Spiegel dieser Umwälzungen und somit eine bedeutende Quelle für Historiker und Archäologen, die sich mit der Rolle des Barbarischen innerhalb der Transformation der römischen Welt beschäftigen.

„Habitus barbarus“ ist die erste gattungsübergreifende Quellensammlung zu fremder Kleidung und Äußerem im spätrömischen Reich des 4. und 5. Jahrhunderts. Nach einer Einzelbesprechung der Quellen und Funde und der Entwirrung der komplizierten interdisziplinären Beziehungsstränge ihrer bisherigen Interpretation entwirft das vorliegende Buch ein völlig neues Bild der Bedeutung „barbarischer“ Kleidung im spätrömischen Reich und in den barbarischen Königreichen.

 

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Contents

Einleitung und Fragestellung
1
Barbaren und Römer in spätantiken Schriftquellen
65
Kleidung als Ausdrucksform des römischen
83
Fremdes Äußeres in spätantiken Schrift
97
Philipp von Rummel
159
Bilddarstellungen und der habitus barbarus
197
Bodenfunde und der habitus barbarus
269
Der habitus barbarus zwischen Propaganda und Realität
376
Der habitus barbarus als Distinktionsmerkmal
401
Literaturverzeichnis
407
Personenregister
467
Orts und Sachregister
474
Copyright

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About the author (2007)

Philipp von Rummel, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg i.Br.

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