Handbuch der Palæontologie, Part 1, Volume 4

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R. Oldenbourg, 1893 - Paleontology
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Popular passages

Page 724 - Molaren im Oberkiefer trituberculär, im Unterkiefer »tritubercular-sectorial«. Wäre es möglich; den Thiergestalten der Cernays und Puerco-Periode Leben einzuhauchen und sie unter unsere heutige Säugethierfauna zu versetzen, so würde vermuthlich jeder Zoologe die damaligen Creodontia, Condylarthra, Pachylemuria und Amblypoda in eine einzige, einheitliche Ordnung zusammenbringen, obwohl sie unzweifelhaft die primitiven Vorläufer von vier nachmals stark differenzirten Gruppen darstellen. Dieses...
Page 731 - ... Vereinfachungen oder Reduktionen der Extremitäten erlitten. Auch die frühzeitig erloschenen Anthracotheriden erweisen sich als Collectivtypen, welche lophodonte und bunodonte Paarhufer mit einander verbinden. Der Mangel an Condylarthren und Amblypoden zeigt übrigens, dass die obereocaene Hufthierfauna bereits eine höhere Ausbildung erreicht hatte, als die ihr unmittelbar vorausgehende ; und diese Thatsache tritt nicht minder bestimmt auch bei den Raubthieren zu Tage. Die unvollkommeneren...
Page 762 - Abstammung hinweisend. In Süd-Asien und Süd-Amerika folgen auf die Tertiärzeit diluviale Faunen, welche der Hauptsache nach bereits aus noch jetzt existirenden Arten zusammengesetzt sind, jedoch etwas engere Beziehungen zu ihren tertiären Vorläufern aufweisen. Aus der ganzen Entwicklungsgeschichte der Säugethiere von der Trias an bis zur Jetztzeit erhellt trotz aller Mangelhaftigkeit der paläontologischen Ueberlieferung mit aller Bestimmtheit, dass der genetische Zusammenhang zwischen den...
Page 605 - On some of the Foramina at the base of the Skull in Mammalia, and on the Classification of the Order Carnívora. — Proc. Zool. Soc.
Page 724 - Säugethiere nicht weiter entwickelt und differenzirt, so würde man vermuthlich unter den placentalen Säugethieren nur zwei Ordnungen unterscheiden, wovon eine die Tillodontia, die andere alle übrigen Formen enthielte. Schon in der nächsten Zone des älteren Eocaen's, zu welcher in Europa der Londonthon von England, der untere Meeressand, plastische Thon und Lignit des Pariser Beckens, sowie die sogenannten Wasatch- oder Coryphodon-Beds in Wyoming, Utah und Neu -Mexico gehören, hat sich der...
Page 765 - Gegensatz zu dieser alterthümlichen (madagassischen) Provinz besitzen Europa und Nord- Asien (das sogenannte paläarktische Gebiet) die jugendlichste Säugethierfauna. Erst im Diluvium, wahrscheinlich unter Einfluss der Eiszeit, hat sich dieselbe umgestaltet und allmählich einen von der äthiopisch-indischen Fauna abweichenden Charakter erhalten. Ob auch die jugendlichste Gestalt in der animalischen Welt, der Mensch, inmitten dieser jüngsten Fauna entstanden ist oder ob seine Wiege, wie Ameghino...
Page 126 - Descr. of the fossil bones of Megalonyx, discovered in „white lave" Kentucky. 1831. Leidy, Jos., A memoir on the extinct Sloth tribe of N. America. Smithson. Contrib. Washington 1853. Lindahl, Josua, Description of a skull of Megalonyx Leidyi. Trans. Am. Phil. Soc. 1891. XVH.
Page 756 - Süd -Amerika und in Australien Unsicherheit über die Abgrenzung von Pliocaen und Diluvium, so steht es in Europa kaum anders; denn auch hier schiebt sich zwischen die typisch...
Page 3 - Mammif. posttertiaires d'Italie. Atti Soc. Ital. di sc. nat. 1873. XV. — Considerazioni sulla fauna dei Mammiferi pliocenici e postpliocenici della Toscana. Atti Soc. Tose. d. Sc. nat. Pisa. vol. III. 1877. — l'ossario di Olivola in Val di Magra ibid.
Page 755 - Vergleicht man die Fauna der Pampas-Formation mit der jetzt in Süd-America existirenden, so fällt die starke Quote erloschener Gattungen sofort in die Augen. In dieser Hinsicht entfernt sie sich weiter von der jetzt in Süd-America lebenden, als die pliocäne in Europa von ihren heutigen Nachkommen. Auf der anderen Seite begegnet man jedoch unter den fossilen Pampas-Thieren einer ganzen Anzahl noch jetzt lebender Arten, die im Pliocän von Europa gänzlich vermisst werden. Betrachtet man die Pampas-Formation...

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