Handke und das Kino

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GRIN Verlag, Mar 7, 2006 - Literary Criticism - 27 pages
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Studienarbeit aus dem Jahr 2005 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 1,0, Universität Stuttgart (Literaturwissenschaft), Veranstaltung: Peter Handke, 21 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: „Ich gehe lieber ins Kino als ins Theater.“ Mit dieser Aussage drückte der junge Handke gewohnt provokant seine Affinität für das Kino aus. Diese Begeisterung ist in seinen frühen Werken, in denen er oft mit Techniken des Films (Schnitt, Montage etc.) arbeitete, allgegenwärtig. So schildert zum Beispiel die Erzählung Die Angst des Tormanns beim Elfmeter „vermittels des erzählerischen Kunstgriffs der ‚filmischen Verfremdung’ einen allmählichen Verlust der Orientierungsfähigkeit in der Wirklichkeit.“ Aber nicht nur Handkes Erzähltechnik war in den Anfangsjahren von kinematografischen Elementen geprägt, sondern in vielen seiner Werke finden sich mehr oder weniger offene Anspielungen und Verweise auf das Kino, den Film, das Fernsehen und andere Medien, indem er zum Beispiel die Wirkung und Rolle der neuen Medien im Leben des modernen Menschen reflektiert. In den Sechzigern fand seine langjährige Freundschaft und Zusammenarbeit mit einem der international renommiertesten deutschen Filmregisseure ihren Anfang. Zusammen mit Wim Wenders verfilmte Handke seine Erzählung Die Angst des Tormanns beim Elfmeter (1970) und schrieb unter anderem das Drehbuch zu dem mit diversen Preisen ausgezeichneten Film Falsche Bewegung (1975). Jedoch setzte Handke sich nicht nur künstlerisch mit dem Kino auseinander, sondern versuchte auch immer wieder sich in theoretischen Arbeiten diesem Thema zu nähern. Diese sollen vorab näher beleuchtet werden, um einen Einblick in Handkes Kinoverständnis und die Faszination, die Kino und Film auf ihn ausübten und in seinen Arbeiten inspirierte, gewinnen zu können. Ziel der vorliegenden Arbeit ist es dann, die kinematografischen Elemente bzw. die Thematik der neuen Medien aus Handkes frühen Erzählungen Die Angst des Tormanns beim Elfmeter und Die linkshändige Frau herauszuarbeiten und deren Wirkung und Funktion zu beurteilen, um schließlich am Ende kurz einen kritischen Vergleich der Verfilmungen der beiden Erzählungen mit ihren Vorlagen zu unternehmen.
 

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