Happy American Dream: Die groŠen amerikanischen Mythen und Ihre Dekonstruktion bei Francis Scott Fitzgerald, Jonathan Franzen und Philipp Roth

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Diplomica Verlag, 2012 - Language Arts & Disciplines - 108 pages
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Mythen sind ungeheuer wichtig f r das ganzheitliche Selbstverst„ndnis der USA als Nation. Happy American Family, American Dream, Manifest Destiny und einige andere geben der "unschuldigen Nation" in Anbetracht ihres verh„ltnism„Šig kurzen Bestehens den Kitt, den sie ben”tigt, um auf sozialer und politischer Ebene dem ideologischen Zusammenbruch zu entgehen. Mythen existieren berall. Sie begegnen uns tagt„glich selbst in den kleinsten Begebenheiten des Alltags. Aber sie sind auch wichtig, um die Wirtschaft am Laufen zu halten und das Selbstverst„ndnis der Individuen innerhalb einer Gruppe zu festigen. Dennoch tragen Mythen - wie der Volksmund l„ngst zu sagen weiŠ - auch immer etwas Unwahres, Artifizielles und sogar Verlogenes in sich. Und genau da setzt dieses Buch an. Lukas Dingelmaier erkl„rt die oben genannten Mythen mittels eines fundierten, logischen, leicht nachvollziehbaren Ansatzes und zeigt auf, wo sie in den B chern "Der groŠe Gatsby" von F. Scott Fitzgerald, "Die Korrekturen" von Jonathan Franzen und "Amerikanisches Idyll" von Philip Roth vorkommen. Im Zuge der Analyse entlarvt der Autor sie als das, was sie sind - eben nicht Wahrheiten, sondern konstruierte Mythen. Ein Beispiel ist der Mythos des Selfmademan, der wiederum ein Untermythos des American Dreams ist. Jay Gatsby - Hauptcharakter von "Der groŠe Gatsby" - lebt an der Oberfl„che diesen Traum des Gesch„ftsmannes, der scheinbar aus dem Nichts ein Millionenverm”gen geschaffen hat und sich und seinen neu erlangten Status auf rauschenden Festen zu zelebrieren scheint. Dennoch ist sein Verm”gen, vor allem aber sein sozialer Rang, den er sich in der monet„r fixierten amerikanischen Gesellschaft durch das viele Geld aufzubauen hoffte, lediglich eine Illusion. Sein Verm”gen ist auf unlauterem Wege entstanden, sein sozialer Rang kann sich somit keineswegs mit dem des U.S.-Geldadels messen, dem er so verzweifelt angeh”ren will, um die Liebe seines Lebens f r sich zu gewinnen. Dies ist lediglich eines der Beispiele daf r, wie die Charaktere der analysierten B cher durch Mythen verblendet und ins Verderben gest rzt werden.
 

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Contents

Der Mythosbegriff
7
U S amerikanische Mythen allgemein
18
Die groŖen Mythen heute
99

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About the author (2012)

Lukas Dingelmaier, geboren 1981 in Hamburg, ist ein universit„rer Sp„tz nder. Nach Ausfl gen in den Journalismus und das Verlagswesen holte er 2006 sein Abitur nach. Das unb„ndige Interesse an einem der vielf„ltigsten und einflussreichsten L„nder dieser Erde und an literarischen Texten bewog ihn dazu, Amerikanistik sowie englische und deutsche Literaturwissenschaften zu studieren. Nach Semestern an den Universit„ten Wien und Augsburg, wo er auch den Grad des Magister Artium erhielt, kr”nte er sein Studium mit einer Pr„sentation an der University of California in Berkeley, wo er ber hybride Identit„ten von Migranten in kanadischer Migrantenliteratur sprach. Lukas Dingelmaier wohnt und arbeitet in Augsburg.

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