Harmonische Idylle oder Vorboten der Tragödie?: Eine Untersuchung zu den Landschaftsbildern und Motiven in Gottfried Kellers "Romeo und Julia auf dem Dorfe"

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GRIN Verlag, Aug 3, 2011 - Literary Criticism - 15 pages
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Studienarbeit aus dem Jahr 2010 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 1,3, Friedrich-Schiller-Universität Jena (Institut für Germanistische Literaturwissenschaft), Veranstaltung: NDL 1 - Seminar, Sprache: Deutsch, Abstract: 1 Einleitung 1.1 Ein paar einleitende Worte zur Arbeit Erstmals im Novellenzyklus Die Leute von Seldwyla (1856-1874) erschienen, gilt Romeo und Julia auf dem Dorfe als das heute wohl bekannteste Werk des Schweizer Schriftstellers Gottfried Keller. Dabei greift der Autor vorerst auf ein nicht unbekanntes Thema zurück - zentrales Motiv der Novelle bildet der durch Shakespeare bekannt gewordene Stoff um Romeo und Julia, den Keller jedoch in eine eigenständige Erzählung umwandelt. So steht auch bei Keller zunächst die Liebe zweier Kinder im Vordergrund, die letztendlich durch die Feindschaft der Eltern, aber auch – und das ist neu bei Kellers Werk –durch den Einfluss gesellschaftlicher Werte und Normen scheitern muss und im Tod beider mündet. Nachdem bereits der Ehrbegriff, die Schuld der Väter und deren Verfall und die Auswirkungen der gesellschaftlichen Werte und Normen auf die Liebe der Kinder in mehreren Arbeiten untersucht wurden, soll sich diese Arbeit einmal mit der Wirkung der Landschaftsbilder beschäftigen. Ebenso wie Kellers Erzählung nicht nur eine „müßige Nachahmung“ der Romeo und Julia-Tragödie darstellen soll, so soll auch die folgende Abhandlung nicht eine bloße Aneinanderrei-hung von Symbolen und wechselnden Landschaften der Novelle sein. Vielmehr soll es Ziel dieser Arbeit sein, eine Vernetzung zwischen bestimmten Landschaftsbildern und der Entwicklung der handelnden Figuren zu verdeutlichen, auf bestimmte wiederkehrende Symbole zu verweisen und so eine mögliche Struktur in Kellers Novelle aufzuzeigen. 1.2 Eingrenzung der Arbeit „Etliche Vordeutungen, Signale der kommenden schlimmen Wendungen, und zahlreiche Korrespondenzen gliedern die erzählte Welt in eine symbolische Struktur, in der kaum ein zufälliges Detail, ein nebensächlicher Umstand Platz finden.“ Aufgrund der hier angesprochenen Komplexität und der Vielzahl an Symbolen, wird es im Rahmen dieser Arbeit jedoch nicht möglich sein, alle verwendeten Motive hinreichend zu untersuchen. Daher soll die folgende Arbeit zwei wesentlichen Schwerpunkte beinhalten: Den Verfall der Väter und den damit verbundenen Wandel in der Landschaftsbeschreibung, sowie die Auswirkungen des väterlichen Handelns auf die Entwicklung der Kinder und dem anschließenden Wandel in der Landschaftsbeschreibung der Kinder.
 

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