"Hart, aber smart" statt "dreckig, kahl und hundsgemein": Die Geschichte der Skinheads 1969-1973

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GRIN Verlag, Feb 13, 2008 - History - 24 pages
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Studienarbeit aus dem Jahr 2007 im Fachbereich Geschichte - Sonstiges, Note: 1,3, Universität zu Köln, 9 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Sobald der Begriff `Skinheads` in der Öffentlichkeit – in den Medien, in Diskursen, in politischen Debatten oder Berichten ist er am häufigsten anzutreffen – auftaucht, weckt er mehr oder weniger „richtige“ Assoziationen. Der eine denkt an kahlköpfige Schlägertypen mit schweren Stiefeln, der andere an schwarz-weiß-rote Fahnen schwingende NPD-Demonstranten, und wiederum jemandem fallen (vermeintliche) Attribute wie „rechtsradikal“, „Bomberjacke“, „Böhse Onkelz“ oder „Nassrasur“ ein. „Szenekundige“ haben Bilder von deutsch und englisch singenden Jugendlichen mit kurzen Haaren, Boots mit roten oder weißen Schnürsenkeln oder trinkfesten, zu Ska- und Punkmusik tanzenden Männern im Kopf. Zuletzt gibt es Menschen, die beim Wort Skinheads an Arbeitermilieu, jamaikanische Reggae-Musik oder „Skin-Konzerte gegen Rechts“ denken. Diese Assoziationenvielfalt ließe sich fortführen und zeigt, wie unterschiedlich und zum Teil gegensätzlich Bilder von Skinheads in der Gesellschaft existieren – und stimmen! Über die negativen Auswüchse der Skinhead-Bewegung ist ausführlich in den Medien und der fachwissenschaftlichen, insbesondere der politikwissenschaftlichen Welt gesprochen worden. Wie genau oder ungenau die Deskriptionen und Deutungen in Bezug auf diese spezielle subkulturelle Szene dabei ausfielen, soll hier nicht diskutiert werden, denn sie repräsentieren größtenteils nur eine Seite der Medaille. Hier soll vielmehr die andere Seite der subkulturellen Skinhead-Bewegung, die auch zunehmend in wissenschaftlichen Kreisen an Interesse gewinnt, in den Blick genommen werden. Publikationen, allesamt jüngeren Datums, lassen Skinheads nicht nur im Sumpf rechtsradikaler Ideologien versinken, sondern schenken auch den „unpolitischen“ Stellvertretern ihre Aufmerksamkeit. Dabei soll nicht die Skinhead-Bewegung in ein glanzvolles Licht gerückt und ihre Schattenseite(n) verklärt werden – sie besitzt nämlich nach wie vor typische Negativmerkmale einer Subkultur – doch lässt sich erkennen, dass die Szene mehr ist als ein Sammelbecken für abgestumpfte Haudrauf-Nazis. Verständlich, dass für Zeitungs- und Bücherverlage eine reißerische Berichterstattung ertragreicher ist, als sich „objektiv“ mit der Szene auseinanderzusetzen. Hier soll nun gezeigt werden, wie, beziehungsweise woraus der Skinhead-Kult entstanden ist. Dafür muss der Blick auf Großbritannien gelenkt werden, dem Mutterland der heute global existierenden Skinhead-Szene.
 

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