Hat die Fundamentalpoetik wirklich ausgespielt? Anwendungen für eine Theorie der Komparatistik

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GRIN Verlag, 2007 - 32 pages
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Wissenschaftlicher Aufsatz aus dem Jahr 2000 im Fachbereich Germanistik - Komparatistik, Vergleichende Literaturwissenschaft, Note: keine, Kyoto Sangyo University (German Department), Sprache: Deutsch, Abstract: Jeder literarische Vergleich benotigt Konstanten, die allgemeiner sind als einzelne "Meisterwerke" und zugleich spezieller als Themen, Topoi, Stilarten etc. Wenn Komparatistik mehr untersuchen will als Ideen- und Stilgeschichte, muss sie sich an dem Phanomen der literarischen Gattungen orientieren. Die "Fundamentalpoetik," entstand nach dem 2. Weltkrieg im deutschsprachigen Raum, wurde aber durch die "soziologische" Richtung bald wieder verdrangt. Dabei lasst sich zeigen, dass beide sich gegenseitig erganzen und somit die historische mit der "synthetischen" (oder systematischen) Betrachtungsweise verbinden konnen. Die Fundamentalpoetik ist in vielem missverstanden worden, z.B. hinsichtlich der Verbindung von dichterischen "Grundhaltungen" mit ihren Auspragungen in sprachlichen Merkmalen. Diese bisher unklar gesehenen Zusammenhange (zwischen Autor, Gattung, Werk und Publikum) werden durch die "Schichtenpoetik," die sich etwas fruher ausgebildet hatte, erklart. Vor einer Nutzbarmachung der Fundamentalpoetik fur eine Theorie der Komparatistik mussen diese Missverstandnisse ausgeraumt werden. Teilweise ist die Fundamentalpoetik auch revisionsbedurftig, wie z.B. hinsichtlich der Zahl der sogen. "Grundhaltungen." Analog der strukturellen Linguistik sucht eine auf Fundamentalpoetik basierende Komparatistik nach "Grundmustern" in unserer sprachlichen Bewaltigung der Welt, indem sie einen Mittelkurs zwischen dogmatischem Formalismus und theoriefeindlichem Historismus steuert. (Vortrag vor dem Jap. Germanistenverband, Okinawa Kokusai Daigaku, 6.12.1997)"
 

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About the author (2007)

Wolfgang Victor Ruttkowski, Jahrgang 1935, war nach einem Studium der Germanistik, Geschichte, Theaterwissenschaft, Psychologie und Sprechkunde viele Jahre als Professor in Canada, den USA und Japan tatig. Seit 2003 lebt er emeritiert in Kyoto. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in der Asthetik, Literaturtheorie und -didaktik, Gattungspoetik, Psychologie und Kunstpsychologie. In diesen Gebieten veroffentlichte Ruttkowski zahlreiche Bucher und Essays.

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