Hedgefonds und die Finanzkrise: Anatomie eines Hedgefonds-Zusammenbruchs

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Diplomica Verlag, 2012 - Business & Economics - 136 pages
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Der Monat August des Jahres 2007 war eine turbulente Zeit f r die globalen Finanzm„rkte. Diverse Ereignisse der ersten H„lfte des Jahres, allen voran die Subprime-Krise, bildeten die Grundlage f r noch gravierendere Ereignisse im Finanzsektor. Beginnend am Montag, den 6. August 2007 erlitten einige der erfolgreichsten Equity-Hedgefonds der Geschichte beispiellose Rekordverluste, welche sich bis zum Donnerstag, den 9. August 2007 fortsetzten. Neben der enormen H”he dieser Verluste (bis zu 30 % in nur einer Handelswoche) waren ebenfalls die beiden Tatsachen beachtenswert, dass diese Hedgefonds zum einen nicht in Subprime-Produkte investierten und zum anderen als immun gegen die meisten Marktturbulenzen galten. Weitaus auáergew”hnlicher war jedoch der Sachverhalt, dass der mit Abstand gr”áte Teil der betroffenen Hedgefonds auf Basis einer rein quantitativen Long/Short-Equity-Market-Neutral-Strategie konstruiert wurde. Am 10. August 2007 hatte sich der Finanzmarkt beinahe vollst„ndig erholt; f r die meisten Hedgefonds kam diese ?Erholung? jedoch angesichts der vorangegangenen enormen Verluste zu sp„t. Das Ziel des vorliegenden Buches ist es, die Ereignisse der zweiten Augustwoche des Jahres 2007 genauer zu beleuchten und die grundlegende Frage zu kl„ren, ob ein fundmentales bzw. langfristiges Versagen der zugrundeliegenden Hedgefonds-Strategien oder ein exogener Risikofaktor zu den desastr”sen Verlusten f hrte. Zu diesem Zweck wird zun„chst die Performance der Hedgefonds simuliert, wodurch die hohen Verluste sowie die erw„hnte ?Erholung? in der zweiten Augustwoche aufgezeigt werden. Im Anschluss an diese Simulation wird eine Hypothese basierend auf den Ergebnissen vorgestellt und empirische Evidenzen gesucht bzw. gepr ft, die sie als einen sinnvollen Erkl„rungsansatz identifizieren. Einen zentralen Aspekt stellt dabei Liquidit„t, welche im Rahmen dieses Buches durch den Einsatz diverser Methoden f r die verschiedenen Hedgefonds-Strategien gemessen wird, dar. Im Anschluss an die Messung wird eine direkte Verbindung zwischen den ermittelten Ergebnissen und der Hypothese hergestellt. Anschlieáend wird ein weiterer Aspekt der Hypothese untersucht und zwar die Interaktion zwischen den einzelnen Hedgefonds. Es wird die Frage beantwortet, ob bzw. ber welchen Mechanismus Verluste bestimmter Hedgefonds-Strategien ebenfalls zu Verlusten bei anderen, unabh„ngigen Hedgefonds-Strategien f hren k”nnen. In der g„ngigen Finanzliteratur nennt man ein solches Ph„nomen auch ?Ansteckung?. In diesem Zusammenhang spielt bei der Untersuchung der Interaktion ebenfalls die Liquidit„t eine zentrale Rolle. Die ermittelten Ergebnisse dieser Studie werden abschlieáend direkt auf die Aussagen der Hypothese reflektiert und es wird ein realit„tsnaher und plausibler Ablauf der desastr”sen Ereignisse skizziert. Zuletzt wird die Funktionsweise von quantitativen Hedgefonds kritisch hinterfragt und šberlegungen zu den m”glichen Konsequenzen f r den Hedgefonds-Sektor angestellt.
 

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Contents

Abkürzungsverzeichnis
vii
Einleitung
13
Assetliquidität
35
Contagion
55
Fazit
89
Anhang
105
Copyright

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Common terms and phrases

Abbildung in Anhang Aktien Andrew Anstieg Anzahl Assetliquidität Assets Auftraggeber August Autokorrelation Boyson/Stahel/Stulz 2008 Boyson/Stahel/Stulz forthcoming Brunnermeier/Pedersen 2009 bspw Common-Factor Contagion Contrarian COUNT-Variable Dezil Dummy-Variable durchschnittlichen Renditen empirisch Ereignisse Ergebnisse erwarteten Profite erwarteten Renditen Faktor-Portfolios Faktoren Fall Finance Financial Finanzierungsliquidität folgende Fonds Fundamentalwerte Fung/Hsieh gehebelt genutzt gezeigt Gleichgewicht Gleichung Goldman Sachs großer Hedge Funds Hedgefonds Hedgefonds-Indizes Hedgefonds-Strategien Hedgefonds-Styles Holding-Periods Index Investoren Jahr Journal ofFinance Journal ofFinancial Economics Kapitalgeber Kapitel Khandani/Lo Koeffizienten Korrelation Leerverkauf Lehman Brothers Leverage Liquidierung Liquidität Liquiditätsschocks Liquiditätsstellvertreter Liquidity Liquidity-Spirals Literature-Review Margins Market-Maker Markt Marktliquidität Mean-Reversion Messung Modell Monat Nachfrage nachzulesen NBER Working Paper NYSE Pedersen Performance Portfolios Positionen Preis Preiseinflusses Price-Momentum Primärmärkte Prime-Broker querschnittsweise Rahmen relevanten Zeitraum Rendite der Contrarian-Strategy Risk schlechten Renditen Schocks Short-Positionen simulierte Spekulanten stark Strategie Studie Tabelle in Anhang täglichen Renditen TASS-Datenbank Tatsache Trading Turnover Untersuchung Unwind-Hypothesis US-Dollar Variablen Verbindung Verluste verschiedenen Volatilität Wert Wertpapiere zeigt Zeitpunkt zweiten Augustwoche 2007

About the author (2012)

Dipl. Oec. Sven Paulsen, CIIA, CEFA, Jahrgang 1982, schloss sein Studium der Wirtschaftswissenschaften an der Mercator School of Management (Universit„t Duisburg-Essen) u.a. mit dem Schwerpunkt Monet„re ™konomie und Internationale Finanzm„rkte im Jahre 2010 mit Pr„dikatsexamen ab und erlangte somit den akademischen Grad eines Diplom-™konomen. Um seine Expertise abzurunden, absolvierte er zudem postgraduell den international anerkannten Certified International Investment Analyst (CIIA) sowie den Certified European Financial Analyst (CEFA) in Frankfurt/Main. Bereits w„hrend des Studiums sammelte der Autor umfassende praktische Erfahrungen im In- und Ausland in der Finanzbranche. Diese Erfahrungen sowie die Faszination f r die globalen Kapitalm„rkte wurden im Anschluss an das Studium w„hrend seiner T„tigkeit als Kapitalmarktanalyst (Schwerpunkt Aktienanalyse) sowie bei seiner derzeitigen T„tigkeit im (Hedge)Fonds- bzw. Portfoliomanagement permanent gesteigert. Insbesondere die gesammelten Erfahrungen im Zuge der Ereignisse der j ngsten Finanzkrise motivierten ihn, ”konomische Zusammenh„nge in turbulenten B”rsenzeiten zu untersuchen und sich der Thematik des vorliegenden Buches zu widmen.

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