Heide Wunder, Er ist die Sonn', sie ist der Mond. Frauen in der Frühen Neuzeit: Eine Geschlechtergeschichte im Rahmen der Historischen Anthropologie

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GRIN Verlag, Aug 24, 2009 - History - 20 pages
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Rezension / Literaturbericht aus dem Jahr 1999 im Fachbereich Geschichte Europa - and. Länder - Mittelalter, Frühe Neuzeit, Note: 1,00, Universität Wien, Sprache: Deutsch, Abstract: Im deutschen Sprachraum vollzog sich in den 1960er Jahren ein Paradigmenwechsel von der Ideen- und Politikgeschichte zur Historischen Sozialwissenschaft, und damit rückte die Beschäftigung der HistorikerInnen mit den Strukturen der Gesellschaft in den Vordergrund. In den achtziger Jahren begann sich eine weitere Veränderung abzuzeichnen. Die verstärkte Kritik an der struktural orientierten Historischen Sozialwissenschaft mit ihrer „Suche nach gesetzmäßigen Abläufen in der Geschichte“ und ihrem Verzicht auf die Betrachtung der AkteurInnen eröffnete ein neues Konzept in der Geschichtswissenschaft. Mit der Hinwendung der HistorikerInnen zum Individuum als Mitgestalter seiner Lebensbedingungen und zu dessen Elementarerfahrungen konstituierte sich eine neue Richtung: die Historische Anthropologie. Dieser Paradigmenwechsel sollte nicht nur die Behandlung von neuen Themenfeldern bewirken, sondern infolgedessen auch eine völlig neue Hermeneutik und Methodik mit sich bringen. Der Terminus „Anthropologie“ bezeichnete bis dahin im deutschen Sprachraum menschliche Konstanten, die insbesondere unter dem Aspekt der Naturwissenschaften betrachtet wurden. Im Gegensatz dazu liegt der Schwerpunkt der Historischen Anthropologie jedoch auf dem Individuum, seinen (subjektiven) variablen Erfahrungen in verschiedenen Lebensbereichen (Elementarerfahrungen) und auf dem Wechselspiel zwischen den AkteurInnen und den jeweils vorherrschenden Lebensbedingungen. Mit Gert Dressel gesprochen, stellt sie eine Anthropologie „menschlicher Möglichkeiten“ dar. Die genaueren Ansätze dieses Zugangs zur Geschichte werden in folgenden Punkten - vor allem direkt am Beispiel des gewählten Werkes - ausführlich erläutert.
 

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1.Exkurs-Die eigene AkteurInnen analytische Perspektive ANTHROPOLOGIE Heide Wunder Aries/Georges Art der Methode Aspekt Autorin Beispiel Wunder 1992 Beiträge zur historischen Corbin/Arlette Farge/Michelle Darstellung Darstellungsweise deutschsprachigen Raum eigenen Standpunkt Elend oder analytische Emanzipation feministische Frankfurt/Main Frauen u. a. Frauen und Männern Frauengeschichte Frühen Neuzeit frühneuzeitlichen Frauen Geburt und Tod Gert Dressel Geschichte Geschichtswissenschaft Geschlechterbeziehungen Geschlechtergeschichte gesellschaftliche Wandlungsprozesse Handlungsräume von Frauen Heide Wunders Buch Heide Wunders Werk HistorikerInnen HISTORISCHEN ANTHROPOLOGIE Heide Historischen Anthropologie verschrieben Historischen Frauenforschung historischen Sozialkunde Historischen Sozialwissenschaft Historisierung menschlicher Elementarerfahrungen I.EINLEITUNG-MERKMALE DER HISTORISCHEN II.HEIDE WUNDER-EINE SCHWEIGSAME III.„ER irdisches Elend Jahrhundert hinein Karl Bücher Kategorie Geschlecht Kriterien der Historischen laut Heide Wunder Lebensphasen Menschen Michael Mitterauer Mond Neue Entwicklungen oben genannten Paradigmenwechsel Politikgeschichte Reinhard Sieder RezipientInnen Sexualität Sichtweise Sondernummer 1997 Sonn sozialem Status Stand der Theoriedebatte Thema thematisiert Themen der Historischen Themenfeld unterschiedliche VERTRETERIN DER HISTORISCHEN VertreterInnen Vorwort von Michael Wehler Weiblichkeit Wien/Köln/Weimar WUNDER-EINE SCHWEIGSAME VERTRETERIN Zeugnisse Zivilstand zumindest

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