Heilkunst im 17. Jahrhundert: Wie Dr. Menni die Seligenstädter Mönche kurierte und dabei mit Abt Leonhard I. in Streit geriet

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GRIN Verlag, 2011 - 74 pages
Wissenschaftlicher Aufsatz aus dem Jahr 2001 im Fachbereich Medizin - Geschichte, Sprache: Deutsch, Abstract: ...] Dieser umfangreiche, rund 140 Seiten f llende Schriftwechsel zwischen den Beteiligten in Seligenstadt, Aschaffenburg und Mainz aus der Schlussphase des Drei igj hrigen Krieges, einer Zeit also, in der Land und Leute bereits gro enteils in den oft beschworenen "Totalruin" getrieben und an den Bettelstab gebracht waren, vermittelt uns vorab eine fundamentale Erkenntnis: Dass es zu dem endg ltigen moralischen Verfall, den viele Zeitgenossen als unausweichliches Erbe dieses Krieges erwarteten, nicht kam, ist das unsch tzbare Verdienst jener M nner, die in diesen Jahren des Grauens den lokalen Verwaltungen vorstanden und mit ungebrochener Energie Gesetz und Ordnung auch in auswegloser Lage am berleben hielten. Mehr als die Starrk pfigkeit zweier Dicksch del sollte man die Ernsthaftigkeit und Geduld, die F rsorge und das rechtliche Denken der Beamten bewundern, die in all dem Elend mit diesem Fall betraut waren. So, als w re tiefster Friede, als gingen die Dinge ihren gewohnt harmlosen Gang und g be es keine dringlicheren Aufgaben zu meistern, so nahmen sie sich der Klagen Mennis und der Einwendungen Colchons an. Diese nimmerm den und t chtigen Beamten waren es, die mit ihrer B rokratie den Absturz einer ganzen Generation in blanke Gewalt, Faustrecht und Ganoventum verhinderten, - eine M glichkeit, die sich am Ende des Drei igj hrigen Kriegs als apokalyptische Vision drohend am Horizont abzeichnete. berhaupt wirkte die deutsche Beamtenschaft niemals verantwortungsvoller und pflichtbewusster als nach gro en Katastrophen, wo oft bermenschliches zu leisten war. Das gilt f r den Drei igj hrigen Krieg ebenso wie f r die beiden verlorenen Weltkriege des letzten Jahrhunderts. Wenden wir uns nun nach diesen allgemeinen Erw gungen unserem Streitfall zu. Dabei verfolgen wir eine doppelte Spur: Zu einem zeichnen wir anhand der 38 erhaltenen Dokumente den Verlauf d
 

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Vorwort Seite
3
Die ärztliche Kunst
19
Anhang
59
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