Heinrich I - Ein deutscher König?

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GRIN Verlag, Apr 18, 2011 - History - 15 pages
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Studienarbeit aus dem Jahr 2004 im Fachbereich Geschichte Europa - and. Länder - Mittelalter, Frühe Neuzeit, Note: 2+, Universität Potsdam, Sprache: Deutsch, Abstract: „Hört! Grafen, Edle, Freie von Brabant! Heinrich, der Deutschen König, kam zur Statt, mit euch zu dingen nach des Reiches Recht. Gebt ihr nun Fried' und Folge dem Gebot?“ Mit diesen Worten des Heerrufers beginnt Richard Wagners Oper „Lohengrin“, die im Jahr 1850 in Weimar uraufgeführt wurde. Wagner, der die Libretti seiner Opern selbst verfaßte, kann in seinem Schaffen getrost als (Spät-)Romantiker bezeichnet werden. Seine Werke sind oft in ein historisches Umfeld eingebettet, das sich geschichtswissenschaftlich gesehen am Historismus des 19. Jahrhunderts orientiert. Schließlich verfolgte Wagner durch Teile seines Schaffens durchaus auch seine politischen Vorstellungen und Wünsche, besonders deutlich wird dies anhand der „Meistersinger von Nürnberg“. In gewisser Weise verbanden diese Wünsche Wagner mit den Historikern seiner Zeit, die, mit dem Historismus, das zu be- und ergründen versuchten, was Wagner in seinen Opern künstlerisch zum Ausdruck brachte: Eine gemeinsame deutsche Identität, die die Widersprüche deutscher Kleinstaaterei überwinden sollte. Aus heutiger Sicht haben Wagners Werke somit nicht nur eine politische sondern auch eine historische Relevanz und es stellt sich die Frage, ob der „Deutschen König“ Heinrich wirklich ein ebensolcher gewesen ist, oder ob das Lohengrin-Libretto hier nur eine Projektion der Vorstellungen und Wünsche des 19. Jahrhunderts zu Ton bringt. Heinrich der Vogler, Heinrich der Burgenbauer und Städtegründer - aber auch Heinrich, der Deutschen König? Dies soll im wesentlichen die Kernfrage dieser Arbeit sein. Dabei wird nicht versucht eine Kritik des Historismus vorzunehmen, sondern es werden lediglich anhand einiger Fragestellungen ausgewählte Quellen und Literatur auf die Stichhaltigkeit der These hin überprüft, daß es sich bei Heinrich I. um einen deutschen König handelte. Dabei soll unter Betrachtung der Bedingungen der Ausgangslage des späteren Regierungsgebietes Heinrichs auf das Selbstverständnis des Herrschers, das seines Volkes und auch jenes des mehr oder weniger zeitgenössischen Chronisten eingegangen werden. Zugleich wird jedoch auch der Versuch unternommen, Heinrichs Politik auf Hinweise bezüglich der Fragestellung zu untersuchen. Als wichtig wird hier vor allem die Außenpolitik erachtet werden, die bekanntermaßen durch stetige äußere Gefahren gekennzeichnet war. Ein abschließendes Fazit wird die Ergebnisse zusammenfassen und die finale Position des Autors dieser Arbeit darlegen.
 

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