Heinrich IV. in der Krise. Fürstenopposition und Kirchenpolitik 1065-1077

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GRIN Verlag, 2007 - 28 pages
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Studienarbeit aus dem Jahr 2003 im Fachbereich Geschichte Europa - and. Lander - Mittelalter, Fruhe Neuzeit, Note: 2,0, Freie Universitat Berlin (Friedrich-Meinecke-Institut), Veranstaltung: PS Der Investiturstreit: die erste europaische Revolution?, Sprache: Deutsch, Abstract: Anliegen dieser Arbeit ist die Einordnung der beiden wesentlicher Konflikte Heinrichs IV. bezuglich der Furstenopposition in den Sachsenkriegen und der Mailander Investituren in das Ordnungsgefuge der Zeit. War das salische Konigtum in eine Krise geraten? Zwangen nicht veranderte Bedingungen zu einer Veranderung der Herrschaftsform? Waren es vielleicht eher strukturelle Veranderungen, die die Herrschaft Heinrich IV. belasteten? Betrafen diese Strukturveranderungen auch die "universale Ordnung" zwischen Konig und Papst? Im ersten Abschnitt geht es um die ottonisch-salische Ordnung, die Heinrich III. hinterlie. Wahrend der Regentschaft verloren die kaiserlichen Rechte gegenuber dem Papsttum an Vorrang. Heinrichs Verhaltnis zu den Groen war schwer belastet. Ein Konsens im Reich wurde zunehmend schwerer. Ein Anknupfen an die Erfolge seines Vaters gelang ihm nicht. Gegenstand des folgenden Abschnitts ist die sachsische Territorialpolitik Heinrich IV. mit Hilfe von Ministerialen. Im Sachsenkrieg verbanden sich die Interessen einiger Fursten mit denen sachsischer Bauern. Obwohl Heinrich 1073 wegen der tiefen Vertrauenskrise noch vollig isoliert war, errang er 1075 den Sieg, sicherte die Erbdynastie und die Reichsordnung. Er schien am Ziel zu sein. Schlielich ist der dritte Abschnitt der Auseinandersetzung Heinrichs IV. mit Papst Gregor VII. anlasslich der Mailander Investituren gewidmet. Dem papstlichen Primatsanspruch steht die Zwei-Schwerter-Lehre entgegen und es entspinnt sich ein Konflikt um die Grundlagen der Macht. Den Bischofen im Reich fiel es schwer Konigsdienst und Papstgehorsam zu vereinbaren. Das Reich spaltete sich. Als die konigliche Koalition nach dem Bann des Papstes zerfiel, gipf
 

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Page 8 - Frühscholastik und Streitschriftenliteratur zeigten, daß sich in Westeuropa die alten Denkkategorien auflösten, die Staat und Kirche, Weltliches und Geistliches, Natur und Übernatur in magisch-symbolischer Weise verschmolzen. Es vollzog sich eine Trennung von Religiösem und Profanem, von spiritualia und saecularia.
Page 13 - König für abgesetzt, sprach über ihn den Bann aus und löste seine Untertanen von ihrem Gehorsamseid. Während Heinrich IV. in Worms der Meinung sein konnte, im Einklang mit der Tradition zu handeln, war Gregors Aktion ohne...
Page 12 - Hildebrand, nicht mehr den Papst, sondern den falschen Mönch...
Page 18 - Schwarzmaier, Hansmartin Von Speyer nach Rom. Wegstationen und Lebensspuren der Salier. Sigmaringen: Thorbecke 1990.
Page 18 - Weinfurter (Hg.), Gesellschaftlicher und ideengeschichtlicher Wandel im Reich der Salier (Die Salier und das Reich; 3), Sigmaringen 1991, S.
Page 9 - Weihnachten 1075 söhnte sich Heinrich IV. auf einer Reichsversammlung in Goslar mit seinem Hauptgegner Otto von Nordheim aus, der zum königlichen Statthalter in Sachsen ernannt wurde.
Page 8 - Jetzt brach auch der Gegensatz zu den süddeutschen Herzögen Rudolf von Schwaben und Berthold von Kärnten wieder auf und als Erzbischof Siegfried von Mainz selbstständig Friedensverhandlungen mit den Sachsen aufnahm, war der König isoliert.
Page 6 - Im Prinzip zielte sein Vorgehen auf das gleiche, was der Adel mit Banngrandherrschaften, Vogteien und organisierter Rodung anstrebte: die Durchsetzung vereinheitlichter Herrschaftsrechte über arrondierte Regionen."9 Heinrich IV.

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