Heinrich V. - Vom Verfechter der Reformkirche zum Erzwinger des Pravilegs

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GRIN Verlag, Dec 9, 2010 - History - 5 pages
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Essay aus dem Jahr 2010 im Fachbereich Geschichte Europa - and. Länder - Mittelalter, Frühe Neuzeit, Note: bestanden, Technische Universität Dresden (Institut für Geschichte), Veranstaltung: Fürstliche Dynastien im deutschen Hochmittelalter, Sprache: Deutsch, Abstract: 12. Februar 1111 – Heinrich V., zu diesem Zeitpunkt nur König des Heiligen Römischen Reiches, befand sich auf dem Weg auch den Kaisertitel für seine Herrschaft zu empfangen. Mit seinem Gefolge zog er zur Peterskirche, um sich dort von Papst Paschalis II. krönen zu lassen, der ihm und seinem Vater in den Jahren zuvor große Schwierigkeiten bereitet hatte. Die feierliche Zeremonie sollte dem schon lange schwelenden Investiturstreit ein jähes Ende bereiten. Doch als der Papst die Friedensurkunde vor den versammelten Gästen verlas, entstand unter selbigen ein ungeheurer Aufruhr, denn der König erklärte sich bereit auf die strittige Investitur zu verzichten. Im Gegenzug wies der Papst die Bischöfe und Äbte an ihre Reichslehen an Heinrich V. zurückzugeben. Im ausbrechenden Zorn unter den Geistlichen verlor beinahe Konrad von Salzburg seinen Kopf, der verlautet hatte, er würde sich lieber sein Haupt abschlagen, als dieser Vereinbarung zuzustimmen. Unter den anwesenden bewaffneten Königstreuen fand sich natürlich sogleich ein Mann, der ihm jenen unsäglichen Wunsch nur zu gern erfüllt hätte. Nur des Königs Einschreiten verhinderte das Blutbad, welches wohl sonst ausgebrochen wäre. Der Kaisersohn entschied sich spontan zu einer Kehrtwende, ließ die Abmachung fahren und nahm kurzer Hand den Papst selbst in Gewahrsam. In den folgenden zwei Monaten zwang man diesen, den Forderungen Heinrichs V. auch ohne Gegenleistungen nachzukommen. Aber wie kam es eigentlich zu dieser Situation?
 

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