Heinrich Wilhelm von Gestenbergs ́Ugolino ́. Ein Monodrama des 19. Jahrhunderts?

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GRIN Verlag, 2007 - 28 pages
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Studienarbeit aus dem Jahr 2000 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 2,0, Humboldt-Universitat zu Berlin (Institut fur Deutsche Spache und Literatur), Veranstaltung: Tragodie und Trauerspiel der Aufklarung, 5 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Wie schon der Titel dieser Arbeit verrat, wird die Rede von einer Zuordnung des Dramas von Heinrich Wilhelm von Gerstenberg, Ugolino" zu der Kategorie des Monodramas sein. Als erstes wird der Begriff des Monodramas allgemein definiert, der historische Ursprung analysiert und die Entwicklung im 18. Jahrhundert angeschaut. Die Verbindung von Deklamation und Musik stellt sich dabei als zentraler Begriff dar. Es wird auf verschiedene Seiten des Monodramas hingedeutet. Dem theoretischen Teil folgt die konkrete Untersuchung des Dramas von Gerstenberg. Die wichtigsten Monologe des Protagonisten werden analysiert und interpretiert. Zum Schluss versucht die Autorin dieser Arbeit zu einem Zuordnungspunkt zu kommen., Monologe sind Atemzuge der Seele..."1"
 

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Page 15 - Gruft meiner Auferstehung! aber erst meiner Verwesung! ah! nicht nur meiner! Fürchterlich! hier hinsinken! hier mit dem Tode ringen! einsam! von keiner freundschaftlichen Hand unterstützt! ganz einsam! mein Weib, meine Kinder rings um mich gesammelt! dennoch ganz einsam! jeder Sinn voll ihrer Verwesung! fürchterlicher als einsam!
Page 15 - Ich hoff1 ihn noch lange nicht zu bewohnen. UGOLINO : Ich bin's zufrieden. (Sie tragen Francescos Sarg ab) VIERTER AUFZUG UGOHNO: Bin ich endlich allein? (Er schiebt den Sargdeckel ab) Hier war ich König ! Hier war ich Freund und Vater ! Hier war ich angebetet ! Ich heischte mehr. Ich wollte Sklaven im Staub meines Fußtritts sehen; und so verlor ich alles, was das parteiische Verhängnis mir geben konnte.
Page 4 - Ostpolzug' (1926) ein M. mit nur einer redenden Person. Im Sprachgebrauch des 18. Jhs. bezeichnete man mit M. über die eigentliche Bedeutung des Wortes hinaus die ganze Mittelgattung des durch Instrumentalmusik unterstützten, kurzen, gesprochenen dramatischen Spiels. Die Duodramen (sd) und die selteneren Triodramen sind nur der Personenzahl, kaum aber dem Wesen nach vom M. zu scheiden, zumal, was Goethe im 'Triumph der Empfindsamkeit' verspottet, zu der Hauptperson des M.
Page 8 - ... der ästhetischen Konzeptionen und der künstlerischen wie literarischen Theorie - je nach Situation der Kunstgattung - vorbereitet, begleitet oder nachgeholt. Zu Anfang des 1 8. Jahrhunderts beginnt die emotionale Theorie der Kunst, die das Schöne mit dem Pathetischen identifiziert...
Page 8 - Die Verbindung von Deklamation und Musik Die Verbindung von Deklamation und Musik, von Wort und Ton, gehörte zu den grundsätzlichen Fragen, die die Kunsttheoretiker jener Zeit, die Musikästhetiker ebenso wie die Dramaturgen, besonders beschäftigten. "Das stärkste Gebärdenspiel würde nicht ausreichen, den Zuschauer ins Feuer zu setzen, ihn darin zu erhalten. Kein Bestand ist also mächtiger, als der der in jede unserer Empfindungsfaser uneingeschränkt eindringenden Musik. Sie füllt die Pausen...

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