Henrik Ibsens "Rosmersholm" und seine psychoanalytische Interpretation nach Sigmund Freud

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GRIN Verlag, 2007 - 32 pages
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Studienarbeit aus dem Jahr 2004 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 2, Gottfried Wilhelm Leibniz Universitat Hannover (Seminar fur Deutsche Literatur und Sprache), Veranstaltung: Seminar "Das Drama des Naturalismus," 3 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Anmerkungen: In dieser Hausarbeit stelle ich das Drama "Rosmersholm" von Henrik Ibsen dar und diskutiere die psychoanalytische Interpretation, die Sigmund Freud zu diesem Theaterstuck aus dem Jahr 1886 verfasst hat., Abstract: Rosmersholm ist das hochste Kunstwerk der Gattung, welches diese alltagliche Phantasie [die odipale Phantasie; C.E.] der Madchen behandelt." (Sigmund Freud) Sigmund Freud behandelt Ibsens Drama Rosmersholm in seinem Werk "Charaktertypen der Psychoanalyse" vom psychoanalytischen Standpunkt aus. Er sieht in diesem Werk die Darstellung eines Menschen unter der Herschafft des Odipuskomplexes. Diese Interpretation erlautere und hinterfrage ich in dieser Arbeit."
 

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Page 4 - ... merken, daß ihr diese Beziehungen zu einer Zeit, da sie frei und niemandem verantwortlich war, ein stärkeres Hindernis der Vereinigung mit Rosmer dünken als ihr wirklich verbrecherisches Benehmen gegen seine Frau. Rosmer lehnt es ab, von dieser Vergangenheit zu hören. Wir können sie erraten, obwohl alles, was dahin weist, im Stücke sozusagen unterirdisch bleibt und aus Andeutungen erschlossen werden muß. Aus Andeutungen freilich, die mit solcher Kunst eingefügt sind, daß ein Mißverständnis...
Page 5 - ... Ödipus-Komplexes, auch wenn sie nicht wußte, daß diese allgemeine Phantasie in ihrem Falle zur Wirklichkeit geworden war. Als sie nach Rosmersholm kam, trieb sie die innere Gewalt jenes ersten Erlebnisses dazu an, durch tatkräftiges Handeln dieselbe Situation herbeizuführen, die sich das erstemal ohne ihr Dazutun verwirklicht hatte, die Frau und Mutter zu beseitigen, um beim Manne und Vater ihre Stelle einzunehmen.
Page 5 - Auf irgend eine Art. Aber ich glaubte doch nicht, es würde jemals dahin kommen. Bei jedem Schritt, den es mich reizte, vorwärts zu wagen, war es mir, als schrie etwas in mir: Nun nicht weiter! Keinen Schritt mehr! — Und doch konnte ich es nicht lassen. Ich mußte noch ein winziges Spürchen weiter. Und noch ein einziges Spürchen. Und dann noch eins — und immer noch eins — . Und so ist es geschehen. — Auf diese Weise geht so etwas vor sich.

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