Herbert Eulenbergs Münchhausen und die Literatur um 1900

Front Cover
GRIN Verlag, 2007 - 28 pages
0 Reviews
Studienarbeit aus dem Jahr 2006 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 2,5, Ludwig-Maximilians-Universitat Munchen, 33 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Der Baron von Munchhausen ist fast jedem Kind bekannt. Man kennt ihn als einen Marchen- und Lugenerzahler, der durch die Weltgeschichte reist und mit seinen phantastischen Erzahlungen das Publikum unterhalt. Er ist ein frohlicher, lebenslustiger Mann, der durch seinen Humor das Volk zum Lachen bringt. Beim Lesen der vielen Munchhausiaden bestatigt sich nochmals das Bild des reiselustigen Lugenerzahlers. Wenn man aber auf das 1900 erschienene Werk Munchhausen von dem Dichter Herbert Eulenberg stosst, wird man als Zuschauer und Leser sehr uberrascht. Hier ist nichts mehr von dem lebenslustigen Geschichtenerzahler zu erkennen. Stattdessen bekommt man einen melancholischen und empfindsamen Traumer zu Gesicht, der sich seiner Vergangenheit schamt. Er mochte der Liebe wegen das Lugen aufgeben und zur Ruhe kommen. Die Melancholie schlagt sogar bis zur Lebensmudigkeit um. Herbert Eulenberg stellt uns also einen ganz anderen, ungewohnlichen Munchhausen vor. Einen Traumer und Phantast, der aber nicht durch seine Lebensfreude das Publikum verzaubert, sondern bei jeder Beruhrung mit der Realitat ins Wanken gerat. Die, fur den Baron von Munchhausen so typischen Lugengeschichten, sind bei Herbert Eulenberg auf ein Minimum reduziert. Das einzige, was der Munchhausen von Herbert Eulenberg noch mit dem allseits bekannten Lugenbaron gemeinsam hat, ist der Namen. Da stellt sich naturlich die Frage, aus welchem Grund Herbert Eulenberg einen so untypischen Munchhausen erschaffen hat. Warum macht Eulenberg aus einem lebenslustigen Lugenerzahler einen empfindsamen Traumer, der nicht mehr durch seine phantastischen Erzahlungen auffallt, sondern vielmehr durch seine Melancholie? Und vor allem warum schreibt Herbert Eulenberg solch ein gefuhlvolles Stuck in einer Zeit, wo dies sehr unubl"

What people are saying - Write a review

We haven't found any reviews in the usual places.

Other editions - View all

Bibliographic information