Hilfebedarf und Versorgungssituation von Kindern und Jugendlichen psychisch erkrankter Eltern in Berlin

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GRIN Verlag, Dec 21, 2012 - Medical - 9 pages
Studienarbeit aus dem Jahr 2012 im Fachbereich Medizin - Gesundheitswesen, Public Health, Note: 2, Charité - Universitätsmedizin Berlin, Sprache: Deutsch, Abstract: Das Thema „Kinder psychisch kranker Eltern“ hat in den letzten Jahren immer mehr Beachtung in der Forschung und Öffentlichkeit gefunden. Dennoch sind einige der Forschungszweige zu dem Thema noch recht „jung“, sodass beispielsweise zahlreiche Fragen zu der Situation und Beachtung von Kindern psychisch kranker Eltern im deutschen Gesundheitssystem bislang kaum geklärt sind. Schätzungen zufolge haben zwei bis drei Millionen Kinder in Deutschland mindestens einen Elternteil, der psychisch erkrankt ist, also etwa an Depressionen, Schizophrenie, Persönlichkeits- oder Zwangsstörungen leidet, etwa 500.000 Kinder davon wachsen bei einer Mutter oder bei einem Vater mit schweren psychischen Störungen auf. Dennoch sind weder der Hilfebedarf noch die Versorgungssituation der Kinder mit einem psychisch erkrankten Elternteil in Deutschland bisher eingehend untersucht worden. Kinder von psychisch erkrankten Eltern haben im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung eine zwei bis fünffach erhöhte Wahrscheinlichkeit für Vernachlässigung, Misshandlung und sexuellen Missbrauch. Ergebnisse einer repräsentativen Bevölkerungsbefragung: von den Probanden, die angeben, ihre Kinder misshandelt zu haben, bejahten rund 60% eine psychiatrische Diagnose. Von den Probanden die angeben, ihre Kinder vernachlässigt zu haben, bejahten rund 70% eine psychiatrische Diagnose. Die High-Risk-Forschung bestätig, dass als besonders belastend Kinder und Jugendliche zudem erleben, wenn sie über Art und Verlauf der Erkrankung ihrer Eltern nicht aufgeklärt sind und in die Planung der Behandlung nicht mit einbezogen werden und wenn sie keinen Ansprechpartner für ihre Ängste, Fragen und Probleme haben und nicht wissen, ob und wo sie Hilfe bekommen. Besonders gefährdet sind Mädchen und Jungen, wenn der erkrankte Elternteil allein erziehend ist. Während ein Teil der Kinder bei den erkrankten Eltern verbleibt und manche zumindest zeitweise (z.B. während Klinikaufenthalten der Eltern) nicht ausreichend versorgt scheinen, lebt ein anderer Teil zumindest phasenweise bei Verwandten, Pflegeeltern oder in Heimen. Die Fremdplatzierung kann immer dann für die Mädchen und Jungen entlastend sein, wenn sie dem Problem angemessen gestaltet ist und Loyalitätskonflikte der Kinder dadurch nicht verstärkt werden. Um dieses Risiko zu mindern, ist es notwendig, dass die unterschiedlichen Hilfesysteme diesen Kindern und Jugendlichen eine besondere Beachtung zukommen lassen.
 

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