Historisches Taschenbuch

Front Cover
F.A. Brockhaus., 1846 - History
 

What people are saying - Write a review

We haven't found any reviews in the usual places.

Selected pages

Other editions - View all

Common terms and phrases

Popular passages

Page 687 - Erlaubniß geben. Sie meinten, Niemand erkenne den wahren Grund, und der Blindeste hat ihn eingesehen. Zum Kriege hat man die Völker herbeigerufen; als es sich um ihr Wohl und die Erfüllung der gemachten Versprechungen handelte, da hat man Alles heimlich und unaufrichtig betrieben; wir werden es schon selber machen und bedürfen keines Rathes nicht.
Page 689 - Die Völker lieben die Fürsten, und mögen gern die Schuld an den Ereignissen ihnen nicht beimessen, nur ein herzliches Wort, von ihnen selbst gesprochen und mit ernstlicher Tat begleitet, wird Wunder tun, und in Mitte der Entrüstung gegen die Franzosen, die über alles geht, wie durch Zauber schnell den alten Geist wieder aus der Betäubung wecken. Dazu gehört die schnelle Wiederherstellung der Kaiserwürde. Haben die Räuber ihren kaiserlichen Hauptmann sich zurückgenommen...
Page 229 - Allerdings mochte er von einem tiefen Gram niedergedrückt sein. Die Masse von furchtbaren Erfahrungen mußte ihn beugen; er haßte, wie ich später von ihm selbst erfuhr, Napoleon, dessen Gewalt er mit Unwillen wachsen sah, und der deutsche Mann hatte die Liebe zu seinem Vaterlande doch nicht...
Page 195 - Schritt, nicht Haltung; so erschien er mir damals. Meine metrischen Übersetzungen aus dem Arabischen und aus Tibull gefielen ihm. Er faßte zu mir eine Zuneigung, die ihn nie verlassen hat.
Page 233 - Gcmüthsbewegung veranlaßte einen Zufall, der einen tödtlichen Charakter annahm; er bekam plötzlich die Rose im Gesicht; seine Freunde ängstigten sich, Reinhardt eilte von seinem Krankenbette zum Könige, und machte ihm die heftigsten Vorwürfe. „Vergessen Sie nicht...
Page 229 - ist Reinhard ganz allerliebst", wenn er sich so betrug, wie man es von einem einigermaßen gefälligen Manne unter allen Umständen erwarten konnte. Allerdings", setzt Steffens hinzu, „mochte er von einem tiefen Gram niedergedrückt sein. Die Masse von furchtbaren Erfahrungen mußte ihn beugen; er haßte, wie ich später von ihm selbst erfuhr, Napoleon, dessen Gewalt er mit Unwillen wachsen sah, und der deutsche Mann hatte die Liebe zu seinem...
Page 689 - ... Selten ist der Mut geworden, der große Opfer willig bringt, denn von oben herab hat sich die Besonnenheit verbreitet, die vor allem ihren Vorteil sucht. Tausend und tausend Freiwillige, die ihr alles dem Vaterlande hingegeben, hat man in vielen Teilen...
Page 687 - Rathes nicht. Die Völker sind bescheiden zurückgetreten, sie kommen jetzt und fragen, was fertig worden, und man hat nichts vorzuzeigen; nicht eine Note, die des Menschen Herz erfreute, ist an den Tag gekommen. Von Seelen und Theilungen hat man viel vernommen; die Pflugschar hat querfeldein neue Grenzen aufgeworfen, Niemand ist etwas zu Dank geschehen. „„Nein,"
Page 695 - Bundesacte, ist todt ans Tagslicht getreten und war gerichtet, ehe sie geboren war. Kein Verlaß, kein sicherer Grund, keine fröhliche Zuversicht für den Bau der Zukunft ist daraus hervorgegangen, Alles schwebt lose und wankend, schwimmend auf den ewig bewegten Wässern dieser Zeit, und alle Hoffnungen sind auf einen neuen Congreß verwiesen, den der alte nach seinem Ebenbild gesetzt und mit gebundenen Händen hingestellt, daß er ein kunstreich Werk auf morschen Grundfesten erbaue.
Page 197 - Übersetzung charakterisiert: .>i, ich Hab' es gewagt mit oft entsinkenden Händen Deine Grazie zu hüllen in deutsches Gewand. Reize hat deutsches Gewand, die nur der französische Knabe Und Ein Mann nur, so wert helleren blicke«, verleimt. Aber liebenswürdiger trat die elegische Muse In dem römischen Kleid, wie d» es webtest, einher. Nicht, was noch feiner vermocht', entfalten die Reizungen alle Könnt...

Bibliographic information