IFRS für mittelständische Unternehmen im Jahres- und Konzernabschluss

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GRIN Verlag, Oct 29, 2005 - Business & Economics - 20 pages
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Studienarbeit aus dem Jahr 2004 im Fachbereich BWL - Rechnungswesen, Bilanzierung, Steuern, Note: 1,3, Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main, 41 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Die europäische IAS-Verordnung verpflichtet ab dem 1.1.2005 alle kapitalmarktorientierte Mutterunternehmen in der EU, ihren Konzernabschluss nach den internationalen Rechnungslegungsvorschriften IAS/IFRS aufzustellen. Artikel 5 dieser Verordnung gestattet den Mitgliedsstaaten, selbst zu regeln, ob auf die Konzernabschlüsse nichtkapitalmarktorientierter Gesellschaften sowie auf die Einzelabschlüsse aller Unternehmen die IFRS anzuwenden sind. Der deutsche Gesetzgeber hat mit dem Bilanzrechtsreformgesetz den Firmen die Möglichkeit eingeräumt, beim Einzelabschluss (§ 324a Abs. 1 i.V.m. § 325 Abs. 2a HGB-E) und beim Konzernabschluss (§ 315a Abs. 3 HGB-E) die IFRS freiwillig anzuwenden. Daneben gilt für alle gesellschaftsrechtlichen Belange weiterhin die Pflicht, einen Jahresabschluss nach den Vorschriften des HGB aufzustellen. Für kleine und mittelständische Unternehmen stellt sich die Frage, ob es vorteilhaft ist, die vom Gesetzgeber geschaffene Option zu nutzen und die IFRS im Jahres- und/oder Konzernabschluss anzuwenden: Zweifelsohne ist ein Jahres- oder Konzernabschluss nach IFRS informativer und transparenter als einer nach HGB. Die Bewertung von bestimmten Vermögensgegenständen zu Zeitwerten und die umfassendere Berichterstattung im Anhang tragen dazu bei, dass sich ein den Tatsachen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ergibt. In der Bilanzierung nach HGB nimmt der Gläubigerschutz in Deutschland bisher eine herausragende Stellung ein. Bei der Übernahme der internationalen Rechnungslegung sind zur Gewährleistung des Schutzes der Kapitalgeber zusätzliche Sicherheiten wie individuelle Kreditvereinbarungen sinnvoll. Solange der deutsche Gesetzgeber zur Berechnung der Steuerschuld weiterhin auf die HGB-Bilanzierung besteht, kann der Mittelstand nicht ausschließlich auf der Grundlage der IFRS bilanzieren. Ein zusätzlicher HGB-Einzelabschluss ist stets notwendig, was zu einem Mehraufwand führt. Diese Zusatzkosten, insbesondere für die Offenlegung, könnten durch Vorteile bei der Fremdfinanzierung kompensiert werden. Voraussetzung dafür ist, dass die Banken die Aufstockung des Eigenkapitals aufgrund des Wechsels zu IFRS nicht überschätzen und keine Zusatzregelungen wie Gläubigerbilanzen fordern. Insgesamt muss ein Mittelständler abwägen, ob eine günstigere Kapitalbeschaffung die Nachteile von hohen Umstellungskosten und verschärften Offenlegungspflichten überkompensiert, ehe es die IFRS anwendet.
 

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2.1.3 Höhere Wettbewerbsfähigkeit 2.2.1 Problematischer Gläubigerschutz 3.1 Vorteile 3.1.2 Internationale Vergleichbarkeit 3.2 Nachteile 3.2.2 Erweiterte Offenlegungspflicht Abschluss Anhang Art Anwendung der IFRS Arbeitskreis Bilanzrecht Ausschüttungen Banken Betriebs-Berater Bewertung Bilanzierung Bilanzrecht der Hochschullehrer Bilanzrechtsreformgesetz Böcking BT-Drucksache Deutsche Bundesbank Hrsg Eigenkapitalquote Eigenkapitalspiegel Einzelabschluss Ergebnisrechnung erstellen Ertragslage Europäische Union Europäischen Gemeinschaften Hrsg Europäischen Kommission Europäischen Parlaments Finanz genauso Gesellschaften Gesetzgeber Handelsgesetzbuch HGB-Abschluss HGB-E Hochschullehrer Rechtswissenschaft 2002 IAS für Konzern IAS/IFRS IASB IFRS im Einzelabschluss IFRS im Jahresabschluss IFRS im Konzernabschluss IFRS im Mittelstand IFRS-Abschluss IFRS-Bilanzierung IFRS-Einzelabschlusses IFRS-Rechnungslegung im mittelständischen Institut für Mittelstandsforschung International Accounting Standards internationale Rechnungslegung internationaler Rechnungslegungsstandards internen Steuerung Juli 2002 betreffend Kahle Kapitalflussrechnung Kapitalgeber kapitalmarktorientierte Rechnungslegung kleinen Unternehmen Kommission der Europäischen Konzern Kosten Kreditinstitute Löhr Mandler mittelständische Unternehmen mittelständischen Jahresabschluss Niehus Offenlegung Paradigmenwechsel Pottgießer 2004 Rechenschaftsfunktion Rechnungslegung von HGB Rechnungslegungsvorschriften Richtlinie Senkung der Kapitalkosten Steuerbilanz Steuern und Bilanzen Transparenz tungsbemessung Verordnung EG Wirtschaftsprüfung Zabel Zeitwerten zernabschluss Zwirner/Boecker/Reuter 2004

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