"Ich bin nicht arm Gottlob!": Empfindsame Musik ökonomisch zugerichtet? Carl Philipp Emanuel Bachs Selbstverlags- und Pränumerationspraxis

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GRIN Verlag, Apr 14, 2009 - Music - 42 pages
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Studienarbeit aus dem Jahr 2007 im Fachbereich Musikwissenschaft, Note: 1,3, Humboldt-Universität zu Berlin, Sprache: Deutsch, Abstract: Das Musikleben des 18. Jahrhunderts wird heute mit Begriffen wie „Klassik“, „Empfindsamkeit“, „galanter Stil“ und mit Namen wie Haydn und Mozart in Verbindung gebracht. Sicherlich fiele dem einen oder anderen auch der Name Carl Philipp Emanuel Bach ein, den wenigsten jedoch käme vermutlich der Begriff „Kapitalismus“ in den Sinn. Zu sehr widerstrebt dem romantischen Gemüt die Vorstellung von Kunst als Ware. Dennoch – „es muß sein“, wie Beethoven im 4. Satz seines Streichquartetts op. 135 Nr. 16 feststellte –, dürfen die Veränderungen der gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Strukturen dieser Zeit nicht übersehen werden, da sie als wegweisend für die heutige Kulturindustrie angesehen werden können. Kapitalismus im Allgemeinen zeichnet sich dadurch aus, dass für einen Markt produziert wird und das stets mit der Absicht der Gewinnmaximierung. Das Zusammenspiel von Angebot und Nachfrage ist dabei von zentraler Bedeutung und soll auch im Zusammenhang mit Bachs Vermarktungsstrategien im Mittelpunkt stehen. In der vorliegenden Arbeit soll es nun konkret darum gehen anhand der Pränumerations- und Subskriptionspraxis Carl Philipp Emanuel Bachs zu zeigen, welchen Einfluss ökonomische Interessen im letzten Drittel des 18. Jahrhunderts auf die künstlerische Produktion eines Komponisten haben konnten. Dabei soll bedacht werden, in welcher Relation dies zum Konzept der Empfindsamkeit steht.
 

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