Identity Status Interview revised - Überprüfung und Weiterentwicklung eines klassischen Instruments der Identitätsforschung

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GRIN Verlag, 2007 - 116 pages
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Diplomarbeit aus dem Jahr 2004 im Fachbereich Padagogik - Allgemein, Note: 1,0, Universitat Siegen, 84 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Anmerkungen: Insgesamt eine deutlich uberdurchschnittliche, ausgezeichnete Diplomarbeit D II, die sich problemlos zu einer Dissertation erweitern liesse., Abstract: Sozialpsychologisch meint Identitat die Herstellung einer Passung zwischen dem subjektiven Innen" und dem gesellschaftlichen Aussen," also die individuelle soziale Verortung und damit die anthropologische Grundaufgabe des Menschen. Um Erik H. Eriksons Theorie der psychosozialen Entwicklung der Empirie zuganglich zu machen, entwickelte James E. Marcia das Identity Status Interview (ISI), das fur die Bereiche Beruf, Partnerschaft/Familie und Werte/Ideologie nach Indikatoren fur die Variablen Festlegung (commitment) und kritische Auseinandersetzung (exploration/crisis) sucht. Ergebnis ist die Zuordnung der Person zu einem von vier moglichen Identitatszustanden, die sich jeweils aus der Dichotomisierung beider Variablen ergeben. Das Thema der vorliegenden Arbeit ist die eigene Reflexion und Weiterentwicklung des Identity Status Interviews. Methodisch von Interesse ist, ob sich das Konzept des Identitatsstatus grundsatzlich fur die Identitatsforschung eignet und ob es ein adaquates Instrument darstellt, um den Identitatszustand einer Person zu ermitteln. Methodologisch steht das Postulat der Offenheit im Zentrum; sind die Konstruktionen (i.e. die Kategorisierungen) des Forschers in den Konstruktionen der Interviewten begrundet und wie lasst sich die Perspektive der Interviewten in den Forschungsprozess integrieren. Die Auseinandersetzung mit diesen Fragen fuhrte zur Weiterentwicklung des Identity Status Interviews (ISI) unter dem Namen Modifiziertes Identity Status Interview (MISI). Der empirische Teil der vorliegenden Arbeit besteht in der Erprobung des MISI in einer Einzelfallstudie mit einer 25jahrigen und wird schliesslich qualitativ, sequenzorientiert"
 

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Adoleszenz ähm Analyse Antwort Arbeit Aspekt von Identität aufgrund Ausbildung/Beruf basierend Beforschten Befragten beiden Variablen Bereich bereichsspezifischen besonders bestimmte diffuse Identität Diplomarbeit eigenen Einzelfallstudie Eltern empirischen entsprechend entwickelt Entwicklung erarbeiteten Identität Erfahrungen Erikson ersten eruierten Daten Fend Flick folgenden foreclosure Forschungsprozess Frage Gegenstandsbeziehung Geltungsbegründung Geschlechtsrolle Gesellschaft Haußer hinsichtlich Identi Identitätsbildung Identitätsdiffusion Identitätsentwicklung Identitätsstatus Identitätstheorie Identitätszustand Identity Status Inter Identity Status Interview Identity Style Indikatoren Individuum inhaltlichen Interpretationen interviewten Person jeweiligen Kapitel Keupp u.a. Kohärenz könnte Konzept Kraus Krise Kriterien Lamnek lässt Liebe/Freundschaft Marcia Menschen Methode methodologische modifizierten Identity Status möglich Moratorium Nachfrageteils Narrationen narrativen Interview narrativen Teil narrativen Vorspanns Noack Paradigma Paula Perspektive Phase Postulat der Offenheit problemzentrierte Interview Prozess qualitative Sozialforschung qualitativer Forschung qualitatives Interview Rahmen relevant Reliabilität Religion Rückkopplungsschleife Situation so’n sozialen Sozialforschung Stelle Subjekt Tatsache Thema theoretischen Thomas-Theorem Tiefeninterview transkribierte übernommene Identität Überprüfung untersucht Validität van Halen Variable innere Verpflichtung Variablen Exploration/Krise Verhaltensreaktion verschiedenen Ziel Zustand

Popular passages

Page 42 - A case study is an empirical inquiry that investigates a contemporary phenomenon within its real-life context, especially when the boundaries between phenomenon and context are not clearly evident.
Page 18 - Als Niederschlag der langen Kindheitsperiode, während der werdende Mensch in Abhängigkeit von seinen Eltern lebt, bildet sich in seinem Ich eine besondere Instanz heraus, in der sich dieser elterliche Einfluss fortsetzt. Sie hat den Namen des »Über-Ichs
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Page 22 - Unter einem psychosozialen Moratorium verstehen wir also einen Aufschub erwachsener Verpflichtungen oder Bindungen und doch handelt es sich nicht nur um einen Aufschub. Es ist eine Periode, die durch selektives Gewährenlassen seitens der Gesellschaft und durch provokative Verspieltheit seitens der Jugend gekennzeichnet ist.
Page 86 - die unmittelbare Wahrnehmung der eigenen Gleichheit und Kontinuität in der Zeit und die damit verbundene Wahrnehmung, daß auch andere diese Gleichheit und Kontinuität erkennen
Page 21 - ... unmittelbare Wahrnehmung der eigenen Gleichheit und Kontinuität in der Zeit, und die damit verbundene Wahrnehmung, daß auch andere diese Gleichheit und Kontinuität erkennen.

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