Jherings Jahrbücher für die Dogmatik des bürgerlichen Rechts, Volume 6

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G. Fischer, 1863 - Civil law
 

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Page 128 - Niemand braucht mittelbare Eingriffe von Seiten seiner Nachbarn zu dulden, welche entweder der Person oder Sache schaden oder die Person in einer das gewöhnliche Maß des Erträglichen überschreitenden Weise belästigen.
Page 15 - Nun gehört aber zu jeder productiven Benutzung der Grundstücke eine gewisse Verwendung von Kapital und Arbeit, in den meisten Fällen eine länger dauernde , wohl gar unwiderrufliche, deren Früchte erst nach einiger Zeit geerntet werden können. Zu einer solchen wird sich Niemand verstehen , ohne den gesicherten Besitz des fraglichen Grundstückes. Daher selbst der roheste Ackerbau eine Art Grundeigentum wenigstens zwischen Pflug und Sichel erfordert.
Page 132 - Busch, Doctrin und Praxis über die Gültigkeit von Verträgen zu Gunsten Dritter, 1860. (Eine theoretische Ausführung mit einem Anhang von 44 Erkenntnissen deutscher Gerichtshöfe.) 2) Vgl. Bd. I dieser Iahrbb. S. 39
Page 127 - Wanbnachbar ertragen muß, ich in derselben Nähe auch eine Fabrik dulden müßte, welche durch Erzeugung unerträglicher Gerüche oder übermäßigen Lärm den Aufenthalt in unmittelbarer Nähe zur Unmöglichkeit macht. Die Fabriken mögen, wie der Schinder, sich in die Einsamkeit zurückziehen. Aber wie, wenn die Stadt ihnen nachzieht? Sollen sie abgebrochen werden? Dann mögen sie entweder die Vorrichtungen treffen, um die...
Page 304 - Kaufgeschäft demselben direkt osferirt worden, so würde die Entscheidung eine andere sein müssen, falls in der Ausfertigung des Telegramms irrthümlich ein Verkauf statt eines Kaufs bezeichnet wäre. Alsdann wäre der zum Abschluß des Kaufes erforderliche Conscns nicht vorhanden gewesen.
Page 97 - Selbsthülfc ober im Wege der Klage, inwiefern kann man ihm zumuthen, sich rechtzeitig denselben zu widersetzen, welchen Einfluß übt mithin die Duldung derselben von seiner Seite aus, inwiefern verpflichtet der Eingriff zum Schadensersatz? Man kann durchaus nicht behaupten, daß das Bewußtsein von der Schwierigkeit und dem Umfang jenes Problems, von den Rücksichten und Gesichtspunkten, die bei demselben maßgebend werden und von dem römischen Recht mehr oder weniger anerkannt sind, in unfern...
Page 92 - Eigenthümci die ökonomische Verwendung der Sache in einer Tiefe, in der sie ihm selber nicht mehr möglich ist, von Seiten Anderer, die in der Lage sind, sie hier noch vornehmen zu können, zu dulden haben. Das römische Recht erkennt dies an, indem cs den Bergbau unter fremden Grundstücken, vorausgesetzt daß er Hie darauf befindlichen Gebäude nicht bedroht ^), freigibt und dem Eigcnthümer nur den Anspruch auf einen Zehnten des Ertrags vorbehält...
Page 95 - Eristcnz nach so in sich abgeschlossen und isolirt, daß die Benutzung der einen regelmäßig möglich ist, ohne zugleich eine andere zu treffen — sie ist von der Natur selber zu einem Individuum gemacht. Bei unbeweglichen Sachen hingegen ist es regelmäßig nicht die Natur, sondern der Mensch, der Wille, das Recht, welches sie zu einem Individuum, einem besonder
Page 393 - Antwort ist nach dem, was oben erörtert worden, einfach die: der Luftraum gehört zum Grund und Boden in solcher Höhe, als er für die menschliche Kraft erreichbar und für das Eigenthum von Interesse ist.
Page 70 - II, 2, 14: welch man by sime nackebur had eynen boymgarten legen, waz do obir dez andern wer« kempt mit sinen esten adder zcelcken , der denn« den stam adder worczeln uf siner gewer had. der zcy sich der este adder zcelcke an und griffe denne, so her nesten möge; waz om denne fulget, daz ist sin; waz im da nicht beS Ueberhanges und UebcrfalleS bildet indessen eine Anomalie von dem gemeinrechtlichen Prinzipe, welches unsere Materie gegenwärtig beherrscht.

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