Ildikó von Kürthys Frauenbild - Zwischen 'Literarischem Fräuleinwunder' und 'Frauenliteratur' von Hera Lind

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GRIN Verlag, Sep 15, 2009 - Literary Criticism - 137 pages
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Die theoretische Grundlage der Analyse besteht aus drei Themenbereichen: Als erstes wird der Begriff „Frauenliteratur“ aus der Sicht der Gender Studies beleuchtet. Es ist notwendig, die dort gängige Unterscheidung zwischen Sex und Gender und die damit zusammenhängende innerfeministische Diskussion näher zu betrachten. Denn sie wirkt sich auch auf die Feministische Literaturwissenschaft mit ihren unterschiedlichen Theorien zur „Frauenliteratur“, beginnend bei dem Postulat einer spezifischen „weiblichen Ästhetik“ bis hin zum gesellschaftlichen Hintergrund einer weiblichen Autorschaft, aus. Diese differierenden Ansichten und Theorien zum Sex-Gender-System und zur „Frauenliteratur“ münden in der Problematisierung des Begriffs „Frauenliteratur“. Kritisiert wird beispielsweise, dass der äquivalente Begriff „Männerliteratur“ nicht existiert. Darauf aufbauend beschäftigt sich der zweite Abschnitt mit der Entwicklung der „Frauenliteratur“ seit der zweiten deutschen Frauenbewegung. Im Mittelpunkt stehen stilistische Mittel sowie thematische Schwerpunkte der Literatur während der Blütezeit des Feminismus in den 70er Jahren verglichen mit der heutigen „Frauenliteratur“ ab Anfang der 90er Jahre. Konkretisiert wird die Entwicklung der deutschen „Frauenliteratur“ mit den hier herangezogenen Autorinnen Hera LIND und Judith HERMANN. Darauf aufbauend endet dieser Abschnitt mit der Genredebatte um die „Frauenliteratur“, innerhalb derer eine mögliche, gattungstheoretische Einordnung diskutiert wird. Die theoretische Grundlage wird mit außerliterarischen Aspekten aus dem Diskursfeld „Frau“ abgeschlossen, welche auf die literarischen Weiblichkeitskonzeptionen einwirken können. Anhand der Mediendiskussion um das heutige Frauenbild, wie sie zwischen Eva HERMAN und Alice SCHWARZER geführt wird, soll ein Überblick über die heutigen Erwartungshaltungen der Medien und der Gesellschaft gegenüber Frauen gegeben werden. Damit zusammenhängend werden einige Aspekte aus dem gesellschaftlichen Alltag der heutigen Frauen zwischen 25 und 40 Jahren genannt, da diese die hier behandelten Autorinnen, ihre Protagonistinnen und die Leserzielgruppe betreffen. Auf dieser Basis wird die Analyse des Frauenbildes in den Romanen von Ildikó VON KÜRTHY vorgenommen. Es wird anfangs kurz auf VON KÜRTHYs Biographie eingegangen.

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