Im Anfang war die Poesie: Friedrich Schlegels frühromantische Kunstanschauung im Kontext von Goethes Wilhelm Meister

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GRIN Verlag, Dec 10, 2008 - Literary Criticism - 19 pages
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Studienarbeit aus dem Jahr 2008 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 1,0, Freie Universität Berlin (Institut für Deutsche und Niederländische Philologie), Veranstaltung: Romantische Ästhetik, 20 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Auch wenn SAFRANSKI das Ende der „große[n] Epoche der Romantik“ in den 20er Jahren des 19.Jahrhunderts sieht, ist noch fast zweihundert Jahre später zumindest im alltäglichen Sprachgebrauch eine geradezu inflationäre Verwendung des Begriffes „Romantik“ und der zugehörigen Wortfamilie zu beobachten – was wird nicht alles als „romantisch“ bezeichnet. SAFRANSKI unterscheidet daher mit Recht zwischen Romantik als Epoche und als Geisteshaltung, wobei Letztere für ihn in der Bezeichnung „das Romantische“ benannt ist, das „in der Epoche der Romantik [seinen] vollkommenen Ausdruck“ gefunden habe. Doch was eigentlich ist Romantik? Eine erschöpfende Antwort auf diese Frage kann auf den folgenden Seiten kaum gelingen. Es soll allerdings der Versuch unternommen werden, ein wenig unter die Oberfläche popularsprachlicher Verwendungen des Begriffs zu gelangen, indem exemplarisch einige Texte der frühen Romantik in Augenschein genommen werden, in denen nach PIKULIK „bereits der gesamte Bestand an Ideen, Tendenzen, Formen, Verfahren und Motiven begründet wird [...], auf dem auch die spätere Romantik beruht.“ Die im Folgenden vorgenommene Auswahl beschränkt sich im Wesentlichen auf theoretische Abhandlungen Friedrich Schlegels, des jüngeren der Gebrüder Schlegel, von denen es bei FROMM heißt: „Wenn man von der deutschen Frühromantik spricht, dann ist man verpflichtet, zumindest die Namen Friedrich und August Wilhelm von Schlegel [...] zu nennen.“ Ausführungen des Letzteren, den man bisweilen ebenso wie seinen Bruder „zu den theoretischen Köpfen“ der Frühromantik gerechnet hat,5 können bei den hier vorgenommenen Untersuchungen nur in sehr begrenztem Maße berücksichtigt werden. Aber auch von den zu Rate gezogenen Aufzeichnungen Friedrich Schlegels ist zu sagen, dass es in keiner Weise um eine umfassende Darstellung von dessen komplexer Ästhetik und Philosophie mitsamt den für deren Herausbildung bedeutsamen vielfältigen Einflüssen gehen kann. Lediglich einige beispielhafte Äußerungen sind aufgeführt und erörtert. Die Schlussteil der Arbeit ansatzweise behandelte Rezeption von Goethes Wilhelm Meister gestattet zusätzliche Einblicke in die ästhetischen Auffassungen Friedrich Schlegels und soll zur Veranschaulichung von dessen Poesiebegriffes einen weiteren Impuls für ein Verständnis (früh)romantischer Kunstanschauung liefern. [...]
 

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