Im Ubrigen Ging Man Zu Fuss: Alltagsmobilitat in Der Schweiz 1848-1939

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Librum Pub & Eititors Llc, 2019 - Transportation - 240 pages
In drei Hauptteilen werden die grundlegenden Entwicklungen der Alltagsmobilitat in der Schweiz von Mitte des 19. Jahrhunderts bis zum Zweiten Weltkrieg herausgearbeitet. Alltagsmobilitat wird in Pendler-, Freizeit- und Einkaufsmobilitat eingeteilt. Der erste Hauptteil beschaftigt sich mit dem Bau und Ausbau der Verkehrsinfrastruktur, der zweite mit Verkehrsmitteln (Eisenbahn, Tram, Fahrrad, Automobil, Zufuagehen). Es stellt sich heraus, dass ausgebaute Straaen- und Schienennetze sowie moderne Verkehrsmittel bei alltaglichen Mobilitatsbedurfnissen und -praktiken eine untergeordnete Rolle spielten. Im dritten Teil der Arbeit wird Mobilitat anhand von sechs Biografien untersucht, womit die strukturellen Entwicklungen aus den ersten beiden Teilen durch individuelle Perspektiven erganzt werden. Die Tendenzen aus den ersten beiden Teilen bestatigen sich dabei weitgehend: Das Zufuagehen ist in allen sechs Biografien die vorherrschende Fortbewegungsart. Andererseits zeigt sich in den Biografien, dass das Mobilitatsverhalten stark von den Bedurfnissen des Alltags gepragt war. Die Arbeit in der Landwirtschaft und in der Fabrik sowie hausliche Verpflichtungen gaben die Tagesstrukturen der Mobilitatsakteure groatenteils vor, wodurch kaum finanzielle und zeitliche Spielraume bestanden, um individuelle Mobilitatsbedurfnisse abseits der Zwange und Routinen des Alltags zu realisieren.

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