Im reiche des Muata Jamwo: Tagebuch meiner im auftrage der Deustsche gesellschaft zur erforschung aequatorial-Afrika's in die Lunda-staaten unternommenen reise

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D. Reimer, 1880 - Africa, Central - 246 pages
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Page 242 - H., Erläuterungen zu der die Entdeckungen des 19. Jahrhunderts darstellenden Karte von Afrika. Berlin 1874.
Page 32 - Köpfen etc., in die Mitte der Anwesenden. Während er sich mit dem Wasser aus dem Topfe wäscht, treibt er allerlei Hokuspokus, indem er bald kriecht, bald die Glieder verrenkt. Plötzlich springt er auf und stösst zum Zeichen, dass die Seele des Verstorbenen in ihn übergegangen ist, unarticulirte, bestialische Töne aus. Jetzt beginnt einer aus dem Kreise der Anwesenden die in den Wahrsager übergegangene Seele zu fragen, was sie wünsche, ob sie hungrig sei usw Die Anwesenden wiederholen dieselbe...
Page 230 - Wahrsager, der beim Fetischverdacht wahrsagt, resp. die Missethäter entlarvt. Auch hier in Mussumba haben die Neger eine besondere Furcht vor den Geistern der Verstorbenen, den Mahamba.
Page 123 - Trupp Weiber, welcher, wie eine Meute Hunde aus ihrem Zwinger, lärmend auf den freien Platz hinausströmte; dann erschien der Herrscher selbst in sitzender Stellung auf einer Art Tragbahre getragen und weit über die Köpfe der acht Neger hervorragend, welche, vier zu jeder Seite, auf den Schultern die Tipoya des Herrschers trugen.
Page 32 - ... junger Anverwandter desselben auf den Boden gelegt und ihm mit einer Hacke auf den Kopf geklopft. Er äußert dann die Wünsche des Verstorbenen. Wahungwe (Frobenius, [4], S. 115): Inspiration durch gewöhnliche Ahnen wird berichtet. Songo-Neger (Pogge, S. 38): Die Neger fürchten die Geister der Verstorbenen; diese haben sogar die Macht, in einen Menschen oder in ein Haustier überzugehen, es zu töten oder krank zu machen. Bei dem Verdacht, der Tote möge nicht zufrieden sein, ruft man den...
Page viii - Neger ist feige, faul, unzuverlässig, lügenhaft, liederlich, leichtsinnig, schlau und abergläubisch; er lügt, stiehlt und betrügt, wo er nur immer kann. Er lebt nur für die Gegenwart und denkt nicht an die Zukunft...
Page vii - Gewohnheit aber noch stellenweise zu Recht bestehen, gehört in Angola, (ohne Cassange) gerade so, wie jetzt noch in Songo, Minungo und Kioko*), das Kind dem ältesten Bruder, resp. den Brüdern der Mutter. Stirbt das Kind, selbst ohne Schuld der Eltern, so ist der Vater oder dessen Familie verpflichtet, dem gesetzlichen Eigenthümer den Schaden mit Sclaven oder Vieh zu ersetzen.
Page 32 - Wenn man Ursache hat, wegen irgend eines Leidwesens den Verdacht zu schöpfen , dass die Seelen der Verstorbenen nicht zufrieden und vielleicht hungrig sind, so wird der Wahrsager geholt. Derselbe setzt sich mit seinem oben beschriebenen Topf, auch wohl noch mit andern Fetischsachen, als geschnitzten Köpfen etc., in die Mitte der Anwesenden.
Page 122 - Palmwein, Hirsebier und zwei Ziegen. Gegen Abend nach einbrechender Dunkelheit war ich endlich allein und fand die lang ersehnte Ruhe. Dieser Empfang aber hatte mich förmlich nervös gemacht. Ich befand mich aber dennoch in gehobener Stimmung, denn ich hatte meine Aufgabe vorläusig gelöst und befand mich in Mussumba, Hier wohnte damals ein Elfenbeinhändler, an welchen ich empfohlen war.

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