Immigration, neue soziale Morphologie und Arbeitsmarktpolarisierung

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GRIN Verlag, 2007 - 60 pages
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Studienarbeit aus dem Jahr 2002 im Fachbereich Geowissenschaften / Geographie - Bevolkerungsgeographie, Stadt- u. Raumplanung, Note: Keine, Universitat Potsdam (Geographie), Veranstaltung: Geographie europaischer Metropolen, Sprache: Deutsch, Abstract: Wie viele Zuwanderer braucht unsere Stadt? Wer heute diese Frage stellt, bekommt alles Mogliche zu horen, nur keine positive Antwort, denn in den Metropolen unseres Kontinents ist eine Mehrheit der stimmberechtigten Burgerinnen und Burger gegen weitere Zuwanderung. Manche wurden am liebsten auch jene wieder heimschicken, die in den letzten Jahrzehnten zu uns kamen, oder die wir selbst hierher geholt haben. Migranten erscheinen einem Teil der Einheimischen als Bedrohung. Sie sind Ausloser von Zukunftsangsten. Sie sind zugleich eine Manovriermasse der Politik, und sie werden fur eine Reihe von Defiziten unserer Gesellschaft verantwortlich gemacht. Manchmal geschieht dies zu Recht, aber viel haufiger mussen sie als Sundenbocke herhalten. Gewaltbereite Jugendliche, steigende Arbeitslosigkeit, Kriminalitat und Wohnungsnot gabe es in den Metropolen auch dann, wenn in den letzten zehn Jahren niemand eingewandert ware. Trotzdem konnen sich all jene, die vor weiterer Zuwanderung warnen und nach einer dichten Grenze rufen, der Zustimmung der schweigenden Mehrheit und einer lautstarken Minderheit sicher sein. Der Stand der Dinge macht es schwer, uber Einwanderung nuchtern zu diskutieren. Das liegt offenbar schon am Wort. Es ist emotional "besetzt," denn Einwanderung suggeriert sowohl eine Einbahnstrasse, die auf uns zulauft, als auch etwas Endgultiges. Eines unserer Hauptprobleme ist dabei der Gegensatz zwischen unserem Selbstverstandnis und der Realitat, denn ohne die Zuwanderer von gestern waren die Metropolen keine Metropolen geworden. Hauptziele jeder verantwortungsvollen Migrationspolitik mussen die Steuerung der Zuwanderung (statt ihrer Verhinderung) und die Integration der Migranten sein. Letzteres wurde bei vielen in den"

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